5. Bildung, Kultur, Sport - gesellschaftliche Teilhabe stärken

Wir Menschen lernen lebenslang. In den letzten Jahren hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Bildung und Lernen schon bei den Kleinsten in Familie und Kindertagesstätte beginnen. Nach der Schule ist Weiterbildung das zentrale Thema, dazu gehören Kultur und Sport. Nie war ein guter Bildungsstand wichtiger für die persönliche wirtschaftliche Absicherung als heute. Für alle Henneferinnen und Hennefer in jedem Lebensalter das passende Angebot bereit zu halten, ist uns deshalb ein zentrales Anliegen.

© corbis

Vielfältiges Angebot an Kindertageseinrichtungen

Hennef bietet mit seinen 27 Kindertageseinrichtungen, davon 7 Familienzentren, eine vielfältige Landschaft der Betreuung und frühen Bildung. Die Eltern haben die Wahl zwischen Einrichtungen der Kirchen, freier Träger und städtischen Kindertagesstätten.

Die Versorgungsquote der Kinder von 3 Jahren bis zum Schuleintritt liegt bei über 90 % und sichert den Bedarf.

Um das Ziel, ein bedarfsgerechtes Angebot auch an Betreuungsplätzen für Kinder unter 3 Jahren (U 3) zu erreichen, wurde das Angebot in den letzten Jahren bedarfsgerecht erweitert. Bau- und Umbaumaßnahmen werden zusätzlich zu den Bundes- und Landesmitteln mit erheblichen städtischen Mitteln vorangetrieben. Zum 1. August 2013 konnte allen Eltern, die Bedarf hatten, ein Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung oder einer(Groß-) Tagespflegegruppe auch für ihre ein- oder zweijährigen Kinder angeboten werden.

Wir als CDU Hennef sind stolz auf diese von uns maßgeblich gestaltete Entwicklung und wollen, dass die Anzahl der Plätze weiterhin für die Nachfrage nach Betreuung in Kindertagesstätten und Kindertagespflegestellen ausreichend ist.

Die qualitative Entwicklung unserer Kindertagesstätten soll in den nächsten Jahren im Focus stehen.

Wir setzen uns ein für den Ausbau der elterngerechten und familienzeitfreundlichen Gestaltung der Betreuungszeiten für die Familien, die auf längere oder spezielle Betreuungszeiten angewiesen sind.

Wir wollen Inklusion von Anfang an verwirklichen. In fast 75 % der Kindertageseinrichtungen findet inklusive bzw. integrative Bildung statt. Behinderte und nicht behinderte Kinder werden gemeinsam erzogen. Dies ist uns ein wichtiges Anliegen, bei dem wir vorangehen, um dies vom Start an in allen Lebensbereichen verwirklichen zu können. Das auf unsere Initiative hin entstandene Bildungs- und Inklusionsbüro koordiniert die Anforderungen an Jugendhilfe und Schule. Wir werden die Weiterentwicklung dieses Aufgabenbereiches unterstützen.

Die Betreuung der Kinder durch ihre Eltern und Familien wird in Hennef durch das große Angebot von Spielplätzen in den Wohngebieten und durch Angebote freier Träger in Spielgruppen ergänzt. Dies soll auch weiterhin so bleiben und bei Bedarf verbessert werden. 

© MEV-Verlag/UBG/CDU

Unsere Schullandschaft: vorbildlich in der Region

Hennef hat eine moderne und zukunftsfähige Schullandschaft. Mit der Errichtung einer zweiten Gesamtschule in unserer Stadt tragen wir dem landesweiten zwischen CDU und Landesregierung geschlossenen Schulkompromiss Rechnung. Wir gehen aber noch darüber hinaus, indem wir den gymnasialen Zweig durch die Schaffung einer weiteren Sekundarstufe II ausbauen und somit mehr Plätze zum Erreichen des Abiturs bereitstellen. Wir unterstützen das Vorhaben der zweiten Hennefer Gesamtschule, den bilingualen, also den zweisprachigen Unterricht anzubieten.

Viele Millionen Euro haben wir in den letzten fünf Jahren in die Modernisierung und den Ausbau unserer Schulen investiert. Zu erinnern sei an den Neubau des naturwissenschaftlichen Trakts und der Mensa des Gymnasiums, die Erweiterungen an den Grundschulen, den bedarfsgerechten Ausbau der Offenen Ganztagsgrundschulen und die flächendeckende Umgestaltung der weiterführenden Schulen in den Ganztagsbetrieb.

Hier haben wir vieles erreicht, manches steht neu vor uns: So haben wir uns früher als die meisten Kommunen in Nordrhein-Westfalen auf den Weg zur Inklusion im Bildungsbereich gemacht. Für uns als Christdemokraten bedeutet Inklusion die selbstverständliche Beteiligung jedes Einzelnen an allen Möglichkeiten der individuellen Lebensgestaltung, denn ein behinderter Mensch hat die gleichen Rechte wie ein nichtbehinderter. Für die Schulen unserer Stadt hat dies Auswirkungen. So beteiligen sich alle Schulen an der stadtweiten Bildungsvereinbarung dazu. Wir fördern zunehmend den Übergang der Kinder mit Behinderung von der Kindertagestätte zur Grundschule und von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen. Als erste Stadt in NRW schufen wir ein politisches und fachkompetentes Gremium zur Begleitung und schrittweisen Umsetzung der Inklusion an unseren Schulen, indem wir die bestehende Arbeitsgemeinschaft "Jugendhilfe und Schule" mit der Bearbeitung dieses Themas beauftragten und durch Experten verstärkten, die aus eigener Betroffenheit ihre Fachkompetenz mit einbringen. Wichtig für die Zukunft ist aber, dass neben den von uns zu schaffenden Voraussetzungen auch das Land seinen Aufgaben nachkommt und für ausreichendes pädagogisches Personal und finanzielle Mittel sorgt.

Unserer Anregung folgend wurde in Hennef die Schulsozialarbeit für Schülerinnen und Schüler mit persönlichen Problemen ausgebaut. Hier ebenfalls ein flächendeckendes System zu schaffen, ist unser Ziel für die nächsten Jahre.

Gemeinsam mit anderen setzen wir uns für die Errichtung einer "gebunden Ganztagsgrundschule" ein, die das Angebot an Ganztagsschulen auch im Grundschulbereich neben den an allen Schulen bereits existierenden Offenen Ganztagsgrundschulen ergänzt. Für den Bereich der Offenen Ganztagsschulen legen wir großen Wert darauf, dass einerseits kulturelle und Sportangebote hier ihren Platz finden, aber andererseits den Schülerinnen und Schülern noch genügend Zeit für außerschulische Aktivitäten wie insbesondere die Wahrnehmung kirchlicher Angebote bleibt.

Wir verzeichnen steigende Übergangszahlen von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II. Mehr und mehr Schülerinnen und Schüler streben das Abitur an. Diese Entwicklung begrüßen wir ausdrücklich. Geprüft werden muss in dem Zusammenhang, ob in der Gesamtschule Meiersheide Erweiterungsmöglichkeiten für die Sekundarstufe II bestehen, an welchen Stellen neue Räume geschaffen werden können, um die Nachfrage nach Schülerplätzen befriedigen zu können.

Notwendig erscheint uns, in den nächsten Jahren auch den Lebensraum der Schülerinnen und Schüler an den Schulen zu verbessern. Je länger die Schülerinnen und Schüler täglich an den Schulen bleiben, umso wichtiger wird das schulische Umfeld. So benötigt die Grundschule in Uckerath etwa einen überdachten Pausenhof, der auch als Treffpunkt und Veranstaltungsort genutzt werden kann. Die neue Gesamtschule muss ebenfalls für den Ganztagsbetrieb mit ausreichenden Flächen für Spiel und Sport ausgestattet werden. Auch das Außengelände am Schulzentrum an der Fritz-Jacobi-Straße muss entsprechend umgestaltet werden.

Seit Jahren führend ist die Stadt Hennef in der Förderung und dem Ausbau der Schulen in der Ausstattung im IT-Bereich. Bei der Vernetzung der Schulen auf hohem Standard, der Ausstattung mit aktuellen PCs und modernen Whiteboards wollen wir unser landesweit vorbildliches Niveau auch künftig sicherstellen.

© Christiane Lang /CDU

Kultur und Kreativität vor Ort er-lebbar machen

In unserer modernen Gesellschaft, die im Alltag stark auf Verzweckung und Funktionalität ausgerichtet ist, sind kulturelle Angebote unverzichtbar: Lesen, sich informieren, Medienangebote nutzen, offen sein für Neues und Fremdes, all dies ist nötig, um den eigenen Horizont weit zu halten und ständig neue Perspektiven zu gewinnen. Die Attraktivität unserer Stadt nach innen und außen begründet sich deshalb auch in einem breit gefächerten Kulturangebot.

Schon 2009 haben wir ein Projekt "Kunst im öffentlichen Raum" angestoßen, das Hennefer Künstlerinnen und Künstlern ermöglichen soll, ihre Arbeiten auf Straßen und Plätzen unserer Stadt zu zeigen. Die rege Hennefer Kunstszene soll auf diese Weise noch mehr ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden und ins Gespräch kommen. Seitdem hat es mehrere interessante Aktionen gegeben. Zuletzt haben wir den östlichen Teil des Hennefer Kurparks als Ort für einen Skulpturengang ins Gespräch gebracht und werden dieses Anliegen weiter verfolgen.

Auf Antrag der CDU hat die Stadtverwaltung 2012 ein "Kulturentwicklungskonzept Hennef 2013-2020" erarbeitet. Es wurde vom Ausschuss für Kultur, Generationen und Soziales am 30.10.2012 und vom Stadtrat am 23.11.2012 jeweils einstimmig beschlossen. Es bildet folgerichtig für uns die Grundlage unserer kulturpolitischen Arbeit der kommenden Legislaturperioden. Ein zentraler Gedanke des Konzeptes, nämlich die Trennung des Kulturamtes vom Schulverwaltungsamt und die damit verbundene personelle Stärkung der städtischen Kulturarbeit, wurde bereits 2013 umgesetzt.

Die CDU wird insbesondere folgende Projekte weiter vorantreiben:

Musikschule und Stadtbibliothek sind für uns die wichtigsten städtischen Einrichtungen der kulturellen Bildung und müssen als solche dauerhaft gesichert werden.

Um die Kooperation der Musikschule mit Schulen und offenen Ganztagsschulen zu ermöglichen, um auf den zunehmenden Ganztagsunterricht an den Regelschulen reagieren zu können und um weiterhin neue Schülerinnen und Schüler zu gewinnen, muss die Musikschule personell und finanziell ertüchtigt werden. Im Zuge des Aufbaues der neuen Gesamtschule müssen auch die räumlichen Möglichkeiten der Musikschule in der Kopernikus-Realschule sowie der Gemeinschaftshauptschule erweitert bzw. neu geschaffen werden. Hierzu müssen kluge Konzepte erarbeitet und gegebenenfalls erforderliche finanzielle Mittel im städtischen Haushalt bereitgestellt werden.

Es gibt in unserer Stadt ein breites, in Vereinen ehrenamtlich getragenes musikalisches Angebot. Dieses soll erhalten und nach Möglichkeit ausgebaut werden. Musikvereine und Chöre sollen bei der Mitgliederwerbung unterstützt und bei Kooperationen gefördert werden.

Die Stadtbibliothek ist für die Hennefer CDU viel mehr als ein Ort zur Ausleihe von Büchern und anderen Medien. Sie ist Lernort und Treffpunkt, Ort der Kreativität und des sozialen Miteinanders sowie ein Ort der Präsentation von Literatur und Kunst und nicht zuletzt als außerschulische Bildungseinrichtung Partner von Schulen und anderen Bildungsträgern in unserer Stadt. Es steht außer Frage, dass die Bibliothek durch die zunehmende Digitalisierung keineswegs an Bedeutung verliert, sondern im Gegenteil als Lotse und Bildungspartner sogar an Bedeutung gewinnen wird. Die Stadtbibliothek muss daher finanziell, räumlich und personell dauerhaft in die Lage versetzt werden, diesen Rollen gerecht zu werden.

Wir unterstützen die Idee eines Kulturzentrums. Hennefs Einwohnerzahl hat sich in den letzten 30 Jahren nahezu verdoppelt. Nun muss die kulturelle Infrastruktur der Größe der Stadt angepasst werden. Sowohl die Musikschule als auch die Stadtbibliothek verfügen nicht mehr über zeitgemäße räumliche Möglichkeiten, auch das Stadtarchiv ist sehr beengt untergebracht. In der Stadtbibliothek fehlen beispielsweise Sozialräume für die Mitarbeitenden und Kapazitäten für eine Erweiterung des Medienbestandes entsprechend der gewachsenen Ansprüche der Benutzerinnen und Benutzer. Zudem hat das Kulturentwicklungskonzept Defizite im Bereich von Proberäumen für Bands und Chöre, Atelierräume für Künstler und Räumen für selbstverwaltete Jugendkultur offenbart. Hier muss detailliert geprüft werden, wie ein Kulturzentrum Abhilfe schaffen und die Errichtung eines solchen Kulturzentrums z.B. unter Nutzung von Fördermitteln realisiert werden kann.

Das städtische Kulturprogramm stellt auch in Zukunft ein zentrales Angebot in Hennef dar und soll im bisherigen Umfang mindestens gesichert und insbesondere in den Bereichen Bildende Kunst und Literatur (in Kooperation mit der Stadtbibliothek) ausgebaut werden.

Eine besondere Rolle spielen auch im Bereich Kultur unsere Vereine: Das Ehrenamt im Bereich der Kultur- und Kunstvereine, der Musikvereine und Chöre, der Tanz- und Theatervereine, der Heimat- und Brauchtumsvereine wird als wesentlicher Bestandteil des vielfältigen kulturellen Lebens gefördert. Vor allem die Heimat- und Brauchtumspflege soll mittelfristig mit höheren städtischen Fördergeldern unterstützt werden.

© corbis

Sportstadt Hennef

2004 von der CDU als Idee eingebracht, hat sich der Begriff der "Sportstadt Hennef" inzwischen zu einer Art Marke entwickelt.

Auf unsere Initiative hin ist in den letzten beiden Ratsperioden die Sportinfrastruktur der Stadt ganz erheblich ausgebaut worden. Erinnert sei beispielhaft an den Bau zahlreicher Kunstrasenplätze und Kleinspielfelder, den Ausbau im Sportzentrum, den Bau der Turnhalle in Söven und der Gymnastikhalle des HTV und als Großprojekt den Bau der Mehrzweckhalle Meiersheide. Auch das jährliche Kindersportfest auf dem Hennefer Marktplatz wurde in dieser Zeit etabliert.

Im Neubaugebiet Siegbogen ist ein großer Generationenplatz entstanden. In einer Weiterführung dieses Konzepts, ein Bewegungsangebot für Menschen jeden Alters zu schaffen, wurde auf Vorschlag des Stadtsportverbands Hennef e.V. die Errichtung einer "Spiellandschaft Stadt" im Kurpark beschlossen. Dieses Projekt unterstützen wir ausdrücklich und werden es auch in der Umsetzung weiterhin mit konstruktiven Überlegungen begleiten.

Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Sportvereinen ist dank des "Paktes für den Sport" und die immer aktualisierte Sportstättenleitplanung hervorragend. Für die Zukunft gilt es,

  • das hohe Niveau der Zusammenarbeit zu erhalten,
  • die Ausstattung der Sportanlagen zu sichern und wo nötig auszubauen und
  • die Sportplätze im Rahmen der Möglichkeiten laufend den Anforderungen der Vereine und Sportler anzupassen.

Sportvereine sind eine der wichtigsten sozialen Größen in einer Stadt. Sowohl für die Integration von Neubürgern als auch für das harmonische Miteinander der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen sind sie unverzichtbar. Ihre Bedeutung bei der Gesundheitsprävention ist ebenso wichtig wie ihre Rolle bei der Betreuung, Bildung und Förderung von Kindern und Jugendlichen. Das ist ganz wesentlich das Verdienst der vielen Ehrenamtler in den Vereinen, die auch in Zukunft ideell und finanziell gefördert werden müssen.

Angesichts der zunehmenden schulischen Ganztagsbetreuung und den damit verbundenen Einschränkungen für die Vereine, adäquate Trainingszeiten anbieten zu können, und für die jungen Sportler, in den Vereinen zu trainieren, müssen Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schulen und Sportvereinen ausgebaut werden.

In einigen Jahren, nach dem Auslaufen der Haupt- und der Realschule, werden alle weiterführenden Hennefer Schulen im Ganztagsbetrieb sein. Zurzeit sind in Hennef rund 5.000 Kinder und Jugendliche in Sportvereinen aktiv. Ohne weitreichende Sportkooperationen könnten die Vereine spürbar junge Mitglieder einbüßen. Die Stadt muss hier durch Vernetzung, Förderung und administrative Unterstützung einiges leisten. Über die Frage, inwieweit die Notwendigkeit besteht, für dieses spezielle und wichtige Projekt "Sportkooperationen" eine zusätzliche Stelle im Sportamt der Stadt zu schaffen, muss zweifellos nachgedacht werden - zum Wohl der Hennefer Vereine und der vielen ehrenamtlich tätigen Menschen dort. 

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