CDU Kreistagsabgeordnete fordern Aufgabe der Pläne zum Güterverkehrausbau im Siegtal

Datum: 27.10.2016  |  Alle Einträge zum Thema

Symbolbild © Commons Wikimedia

Björn Franken

Renate Becker-Steinhauer

Hans-Peter Höhner

Martin Schenkelberg

Gemeinsames Schreiben an den Vorsitzenden des Verkehrsausschusses im Bundestag

Am 26. Oktober 2016 steht im Rahmen einer Sitzung des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur im Bundestag auch der angedachte Ausbau der Siegtalschienenstrecke zur intensiven Güterzugnutzung gemäß dem Entwurf des in diesem Jahr von der Bundesregierung vorgestellten Bundesverkehrswegeplans auf der Tagesordnung.  

Die CDU-Kreistagsabgeordneten der betroffenen Stadt Hennef Renate Becker-Steinhauer, Hans-Peter Höhner und Martin Schenkelberg sowie der Gemeinde Eitorf Andreas Sonntag haben daher vor der Ausschussitzung in einem gemeinsamen Brief unter Federführung des CDU-Landtagskandidaten für den östlichen Rhein-Sieg-Kreis und Kreistagsabgeordneten Björn Franken den Vorsitzenden des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur im Bundestag Martin Burkert, MdB, und die übrigen Ausschussmitglieder aufgefordert, die Pläne zum Ausbau des Siegtalschienenverkehrs zu einer intensiv genutzten Güterzugstrecke aufzugeben.  

Der durchgehend zweigleisige Ausbau der Siegtalschienenstrecke bringt tatsächlich auch keine Entlastung für die vom Güterzugverkehr gebeutelte Rheinstrecke. Dieses häufig von Befürwortern des Ausbaus vorgebrachte Argument geht ins Leere, da nach einem Ausbau der Siegtalstrecke zu erwarten steht, dass beide Strecken – im Rheintal und im Siegtal – im Hinblick auf den Güterzugverkehr auf kurz oder lang voll ausgereizt werden, da sich das Güterverkehrsaufkommen schon in naher Zukunft in ganz erheblichem Maße weiter wachsen wird.  

„Wer meint, mit dem Güterzugausbau auf der Siegtalstrecke den Anwohnen an der Rheinschiene auch nur ansatzweise Entlastung zu verschaffen, irrt gewaltig und verbaut der Bevölkerung dort womöglich auf Jahrzehnte auch nur die leiseste Chance, eine Verbesserung der Situation zu erlangen“, so Björn Franken.  

Die CDU-Kreistagsabgeordneten von Hennef, Eitorf und Ruppichteroth fordern daher eine ernsthafte Lösungsentwicklung und sehen diese in einer größtenteils unterirdisch bzw. in Tunneln verlaufenden Neubaustrecke für den Güterverkehr durch den Westerwald und Taunus. Nur so können der Anspruch der Bevölkerung auf Schutz vor Lärm und Erschütterung sowie verkehrliche Anforderungen langfristig gewahrt werden.  

Ein Vorteil für den Personenschienenverkehr im Siegtal wird zudem von den CDU-Kreistagsabgeordneten aus Hennef und Eitorf nicht gesehen. So wird davon ausgegangen, dass sich im Falle eines Ausbaus im Siegtal die Situation des Personenschienenverkehrs sogar verschärfen könnte, wenn den pausenlos passierenden Güterzügen Vorrang vor den Personenzügen gewährt würde.   Schließlich würden durch den Ausbau im Siegtal die bereits bestehenden infrastrukturellen Notwendigkeiten in der Region durch permanentgeschlossene Bahnübergänge in Bedrängnis geraten, insbesondere einzuhaltende Rettungszeiten und eine flüssige Straßenverkehrsabwicklung in Bereichen von Bahnübergängen. Naherholung und Tourismus kämen zudem in der Region nicht mehr in Betracht.  

Die CDU-Kreistagsabgeordneten stellten in ihrem gemeinsamen Brief klar, dass der Ausbau des Siegtals zur intensiven Güterzugstrecke eine für die Bevölkerung unerträgliche Belastung darstellt, deren Realisierung unter allen Umständen unterbleiben muss.

Von: Eva Vendel
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