Museum König, Adenauerzimmer
Villa Hammerschmidt, Rheinseite
Villa Hammerschmidt, Besprechungszimmer

Villa Hammerschmidt und der „Weg der Demokratie“ im ehemaligen Regierungsviertel in Bonn

 

Das Interesse an dieser Zeitreise in die Anfänge der Bundesrepublik Deutschland war im Herbst des vergangenen Jahres so groß, dass die Fahrt noch einmal angeboten wurde. Und auch dieses Mal konnten durch die begrenzte Teilnehmerzahl nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden. Wie schon letztes Jahr erwartete uns der Gästeführer der Stadt Bonn, Herr Porschen, im Museum König.

 Der erste Schritt in die junge Demokratie eines deutschen Weststaates war der Festakt zum Zusammentritt des Parlamentarischen Rates am 1. Sept. 1948. Diese Versammlung fand im Lichthof des Zoologischen Museum Alexander König, das der zweite Weltkrieg weitgehend verschont hatte, unter den Augen von ausgestopften Giraffen statt. Für die Arbeiten an einem Grundgesetz - eine Verfassung sollte erst für ein vereinigtes Deutschland erarbeitet werden - wurden die Räume der Pädagogischen Akademie Bonn genutzt. Nach der Entscheidung für Bonn als Bundeshauptstadt wurde die Akademie zum provisorischen Sitz von Bundestag und Bundesrat umgebaut und bildete als Bundeshaus den Kern des neuen Parlaments- und Regierungsviertels.

 Das Museum König war für einige Monate Sitz des Bundeskanzleramts, Konrad Adenauer nutzte die Bibliothek als Arbeitszimmer. Direkt gegenüber stehen in großen Parkanlagen am Rhein die Villa Hammerschmidt, Amtssitz des Bundespräsidenten und nebenan das Palais Schaumburg, Amtssitz des Bundeskanzlers – bis zum Regierungsumzug nach Berlin. Jetzt sind beide Villen zweiter oder Bonner Amtssitz von Präsident und Kanzler bzw. Kanzlerin. Wenig Beachtung findet leider vor dem Palais Schaumburg das Konrad-Adenauer-Denkmal von Pilgrim, eine realistische        ca. 2 m hohe bronzene Kopfplastik mit reliefartigen Bildern aus seinem Leben.

 Die Ministerien waren über die ganze Stadt verteilt in vielen Gebäuden untergebracht, dringend notwendige Neubauten, z.B. das Außenamt und das Postministerium waren reine Zweckbauten, Bonn sollte provisorische Hauptstadt bleiben. Das ließ sich durch die gestiegene wirtschaftliche und politische Bedeutung der Bundesrepublik in den 1980er Jahren nicht mehr aufrecht halten, es wurde geplant und gebaut. Zum „Langen Eugen“, dem Abgeordneten Hochhaus aus den 1960er Jahren, wurde ein zweiter Bürokomplex, der „Schürmann-Bau“, begonnen, der Plenarsaal wurde aufwendig erweitert und neu gestaltet, die Bundeskunsthalle und das Haus der Geschichte entstanden. Und genau in diese Zeit fielen im „Alten Bonner Wasserwerk“ am Rhein, das während des Umbaus des Bundeshauses von 1986 bis 1992 den Plenarsaal des deutschen Bundestages beherbergte, die historischen Entschlüsse zur deutschen Einheit und zur Hauptstadt Berlin.

Bonn ist aber als Bundesstadt nicht wieder Provinz geworden, die Regierung hat keine Bauruinen hinterlassen. Das Bundeshaus bildet zusammen mit dem neuen modernen Kongresszentrum das World Congress Center Bonn (WCCB), der „Lange Eugen“ ist Sitz der Vereinten Nationen, im Schürmann Bau arbeitet die Deutsche Welle und ein neues Hotelhochhaus entstand. Das alles wird überragt durch den „Post Tower“, die Zentrale der Deutsche Post DHL. Rund um den Platz der „Vereinten Nationen“ ist ein beeindruckender Stadtteil entstanden.

 gez. Marga Rothe

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die Anlage - Turm
Blick zum Urft-Stausee

Vogelsang IP – Internationaler Platz im Nationalpark Eifel

 

Nach vielen Jahren des Umbaus und der Sanierung eröffnete 2016 das neue „Forum Vogelsang IP“ mit dem NS-Dokumentations-Zentrum und dem Nationalpark-Zentrum Eifel. Die ehemalige „NS-Ordensburg Vogelsang“ war auf Grund ihrer exponierten Lage, ihrer Größe und der Architektur ihrer Gebäude auch Ausdruck der Überheblichkeit und Menschenverachtung des Nationalsozialismus. Die von zwei Referenten der „Vogelsang IP“ geleiteten Führungen zeigten die Ausmaße des Geländes und dessen Bebauung und vermittelten einen Einblick in den Zweck, den die Nationalsozialisten mit dieser Anlage verfolgten: Junge Männer – genannt „Ordensjunker“ – sollten zu Führungsfunktionären der NS zu erzogen werden. Viele dieser jungen Männer waren später an den NS-Verbrechen beteiligt.

 Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Gelände als „Camp Vogelsang“ zunächst von englischen Besatzern, später von Belgien und der NATO als Truppenübungsplatz genutzt. Als internationaler Platz steht „Vogelsang IP“ heute für Toleranz, Vielfalt und friedliches Miteinander.

 Die Gastronomie bot zur Mittagszeit Entspannung und ein gutes Essen. Durch große Panoramascheiben hatte man einen phantastischen Ausblick auf den Nationalpark Eifel. Die dunklen Wolken, die schon den ganzen Tag drohten, entluden sich zur Mittagszeit in einer Regenflut. Außer Wasser war nichts mehr zu sehen - kein gutes Zeichen für die Planungen am Nachmittag.

 Der überwiegende Teil der Gäste hatte sich für den Besuch der beiden Dauerausstellungen entschieden:

 „Bestimmung Herrenmensch“ NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen. Hier kann man durch zahlreiche Objekte, Foto-, Film- und Ton-Dokumente der Motivation und den Lebenswegen der „Ordensjunker“ nachgehen.

„Wildnis Träume“  - Wald, Wasser, Wildnis, eine Erlebnisausstellung des Nationalpark-Zentrums Eifel. Gleichermaßen für Erwachsene und Kinder ist das eine Ausstellung zum Mitmachen und Ausprobieren.

 Eine mutige Gruppe der Senioren ignorierte die Wolken und wanderte mit zwei Waldführern des Nationalparks nach „Wollseifen“. Das Eifeldorf mit über 500 Einwohnern wurde 1946 durch die britische Militärverwaltung geräumt und gehörte für die Ausbildung im Häuserkampf zum Truppenübungsplatz. Die Wolken verschwanden nicht! Schauer, Regen und Sturzbäche wechselten sich ab, aber unsere Waldführer ließen durch ihre interessanten, mit persönlichen Erinnerungen und Anekdoten bereicherten Ausführungen die Unbill des Wetters vergessen. Nass, aber gut gelaunt, kamen alle zum Treffpunkt und wir traten gemeinsam die Heimreise nach Hennef an.

 gez. Marga Rothe

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massiver Goldbecher

IRAN – Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste

Die Bundeskunsthalle zeigt in Kooperation mit dem iranischen Nationalmuseum in Teheran eine Ausstellung, deren Gräberfunde bisher in Europa nicht oder wenig bekannt waren und teilweise auch noch nicht im Iran gezeigt wurden. Die kunstbegeisterten Mitglieder der Senioren Union gingen unvoreingenommen, aber wiss- und lernbegierig in die Ausstellungshalle. Die begleitende Führung lenkte die besondere Aufmerksamkeit zunächst auf ein aus Lehm gefertigtes, größeres Hausmodell. Wir standen wie gebannt vor diesem makellosen Original und realisierten; wir begeben uns auf eine Zeitreise, beginnend im frühzeitlichen 8./7.Jahrtausend v.Chr.!

Die Ausstellung zeigt nur Originalfunde, keine Modelle oder Rekonstruktionen. Wir bewunderten völlig unbeschädigte Vasen, Krüge und Schalen, alle unterschiedlich bemalt und mit kunstvollen Dekoren versehen. Wir konnten an kleinen, als eine Art Stempel verwendeten Original-Lehmrollen erkennen, wie Handel und Wandel verlaufen ist. Die handwerklichen Fertigkeiten in der präzisen Ausarbeitung der Oberflächen dieser Lehmröllchen mit sichtbaren positiven Ergebnissen von klarer Vielfalt und lesbarer Prägnanz hat große Bewunderung, fast Ehrfurcht, ausgelöst. Wie haben die Menschen des 5. oder 4. Jahrtausend solches Können und mit welchen Werkzeugen vollbracht? Die Keilschrift und ein 6-er Zählsystem, denken wir an ein Dutzend, entwickelte sich in dieser Region. Den Höhepunkt an diesen Eindrücken und ungläubigem Staunen bot die Schatzkammer mit Grabbeigaben von zwei elamischen Prinzessinnen, das großartige handwerkliche Können dieser Menschen war hier in vielfacher Anzahl präsentiert. Ringe, Ketten, Armreifen in purem massiven Gold, nahezu zeitlos schön, schwere Goldbecher und Behältnisse, alle verziert mit feinsten, unterschiedlichen Motiven, eine begeisternde Darbietung von Goldschmiedearbeiten aus dieser frühzeitlichen Epoche der Menschheit. Vor diesen Zeugnissen frühester Menschheitsgeschichte zu stehen, diese im Original fast körperlich zu fühlen, war in dieser Präsenz und der historischen Wucht einfach überwältigend.

Ein Durchatmen und Gespräche beim gemeinsamen Besuch der Cafeteria, vor der Heimfahrt ein entspannender Abschluss.

Gert Nordstern

 

PS. Unter www.bundeskunsthalle.de gibt es ein sehr informatives Video über diese Ausstellung.

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das prachtvolle Schloß
vor dem Lokal - hungrig oder schon satt
im "demeter"-Gartencafe

Spargelfahrt 2017 der Senioren Union,

Besichtigung von Schloss Augustusburg in Brühl

 

Weil es letztes Jahr so schön war führte die traditionelle Spargelfahrt auch dieses Jahr wieder ins Vorgebirge, wie es sich gehört bei strahlendem Sonnenschein. Der Besuch von Schloss Augustusburg in Brühl stand am Vormittag auf dem Programm. Eine sehr engagierte und informative Führung, bei der keine Frage unbeantwortet blieb, bot Einblick in einen der ersten bedeutenden Rokokobauten in Deutschland mit dem weltberühmten Treppenhaus von Balthasar Neumann. Schloss Augustusburg war die Lieblingsresidenz des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Clemens August aus dem Hause Wittelsbach und ist gemeinsam mit Jagdschloss Falkenlust und dem barocken Schlosspark ein UNESCO – Weltkulturerbe. Nach langer Nutzung als Repräsentationsschloss des Bundespräsidenten und der Bundesregierung sind die Schlösser als Museen zugänglich.

 

Nach so viel geistiger Nahrung durfte auch der Magen nicht zu kurz kommen. Die prachtvolle Schlosseinfahrt führt direkt gegenüber in das Brühler Wirtshaus im Bahnhof, hier war alles bestens für die große Gruppe vorbereitet und dem Genuss von frischem Bornheimer Spargel stand nichts im Wege.

 

So gestärkt brachte uns der Bus nach Bornheim, zum „demeter Biohof Bursch“, den wir vom letzten Jahr noch in guter Erinnerung hatten, und das zauberhafte Gartencafé unter den alten Birnbäumen lockte wieder mit hausgebackenen Kuchenspezialitäten und Kaffee. Für interessierte Gäste bot eine Führung zu den Feldern und Gewächshäusern viele Informationen über die Arbeitsweise und Philosophie des dem „demeter“-Verband angehörenden Bio-Betriebes, wer hatte z.B. vorher schon etwas von „Kuhhorn-Mist“ gehört? Der im letzten Winter modernisierte und vergrößerte Hofladen überzeugte mit einem großen Angebot und natürlich frischem Bio-Spargel für die Küche zu Hause.

 

gez. Marga Rothe

 

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Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl


Der Einladung zur Mitgliederversammlung am 11. Mai 2017 folgten 44 stimmberechtigte Mitglieder und als Gäste Vorsitzende bzw. Vertreter der CDU Hennef, der Kreis-Senioren-Union, der Frauen-Union und des MIT. Die Vorsitzende der Senioren Union, Frau Ute Rösel, begrüßte die Mitglieder und Gäste, die in ihren jeweiligen Grußworten die gute Zusammenarbeit mit der Senioren Union und ganz besonders die Verdienste, die sich die scheidende Vorsitzende dabei erworben hat, würdigten. Die stellvertretende Vorsitzende der CDU und Vorsitzende der Jungen-Union Hennef, Frau Angelina Keuter, wurde einstimmig zur Versammlungsleiterin gewählt.

Frau Rösel berichtete über die Arbeit des Vorstandes und die Aktivitäten der Senioren-Union im Zeitraum 2015 – 2017, zur Zeit hat die Senioren-Union Hennef 170 Mitglieder und das Interesse an den durchgeführten Veranstaltungen hat nicht nachgelassen. Ein besonderer Dank galt Frau Antje Stammich, die auf persönlichen Wunsch aus dem Vorstand ausscheidet. Herr Manfred Krause würdigte die Arbeit, die Ute Rösel in den vergangenen 15 Jahren zunächst als Stellv. Vorsitzende und dann als Vorsitzende geleistet hat, und dankte im Namen aller Mitglieder für ihr großes Engagement.

Anschließend erfolgte die Wahl des neuen Vorstands mit folgendem Ergebnis:
                Vorsitzende:              Frau Lydia Merx
                Stellv. Vorsitzende:    Herr Manfred Krause
                                                  Frau Marga Rothe
                Kassenführer:            Herr Christian Ickstadt
                Beisitzer:                   Frau Malu Krawutschke
                                                  Herr Gert Nordstern
                                                  Frau Christel Paul-Keilinghaus
                                                  Herr Dietmar Wechtler

Zum Abschluss der Versammlung bedankte sich Frau Merx für das Vertrauen, das ihr durch das gute Wahlergebnis entgegen gebracht worden ist. Sie versprach, dass sich der Vorstand auch in der neu gewählten Zusammensetzung mit großem Engagement für die Interessen der Mitglieder einsetzen wird.

Bei der konstituierenden Sitzung des neuen Vorstandes am 31. Mai 2017 wurde Herr Manfred Krause als Geschäftsführer bestätigt.

 

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viel Mühe und Fleiß
bis zur fertigen Glocke
Spaziergang am Maar

Fahrt zur Glockengießerei in Brockscheid in der Vulkaneifel

Das Ziel der Senioren Union Hennef war am 11. April die Glockengießerei der Familie Mark-Maas in Brockscheid, eine von nur noch 4 Glockengießereien in Deutschland. Während der Führung wurde anschaulich erklärt, welche Arbeiten zur Erstellung der Glocke notwendig sind und welche Formteile für jede einzelne Glocke vor dem eigentlichen Guss hergestellt werden müssen – eine zeitaufwändige und hochpräzise Prozedur, die hohes handwerkliches Können verlangt, denn die Klangfarbe der Glocken wird nach Geheimrezept vor dem Guss von der Meisterin genau berechnet. Wenn einmal die 1100 Grad heiße Bronze aus dem Schmelzofen in die Glockenform fließt, muss alles perfekt ablaufen. Beeindruckt waren wir von der klanglichen Vielfalt der ausgestellten Glocken und erfuhren, dass diese aus Brockscheid in die ganze Welt geliefert werden.

Danach ging es weiter mit dem Bus in den beschaulichen Vulkaneifelort Schalkenmehren zur Mittagspause in einem Landhotel.Viele Mitfahrer nahmen das anschließende Angebot zum Rundgang um das Schalkenmehrener Maar an. Bei dem herrlichen Wetter mit Sonnenschein, der uns den ganzen Tag begleitete, wunderte das nicht. Wenige von uns waren bisher einem Maar so nahe gekommen und waren beeindruckt von der tiefblauen Farbe des Wassers und der unberührten Natur mit mannigfaltiger Flora und Fauna rund um das Maar.

Als wir um 15.30 Uhr die Rückfahrt antraten, waren alle Gäste fröhlich und haben wohl eine gute Erinnerung an die, manchen Mitreisenden bis dahin unbekannte, Eifel mitgenommen.

 

Lydia Merx

 

 

 

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das Bonner Münster
Innenhof mit Kreuzgang
die interessierte Gruppe

Senioren Union Hennef besucht Bonn,

Führungen in der Münsterbasilika

 

Die Einladung zu einem Rundgang durch das Bonner Münster fand so viel Anklang,  dass die Fahrt zwei Mal erfolgte. Der erste Termin mußte dann leider verschoben werden, da Herr Gauck für seinen Bonner Abschiedsbesuch als Bundespräsident den gleichen Termin wie die Senioren Union belegte. Auch wir hätten ihm gerne die Hand geschüttelt und alles Gute für die Zukunft gewünscht, aber „das Protokoll“!

 Dafür vermittelte unser Münsterführer, Herr Porschen, viele Einzelheiten zur Geschichte, Architektur und Ausstattung der Kirche, die seit 1956 den Titel einer päpstlichen „Basilica minor“ trägt. Bereits zu römischer Zeit – etwa ab dem 2. Jahrhundert –  war der Ort  eine Kult- und Begräbnisstätte. Später standen hier u.a. eine Gerichtshalle mit Pranger und im Mittelalter dann die Grabstätte der als Märtyrer verehrten römischen Soldaten Cassius und Florentius, der Stadtpatrone von Bonn. Die Stiftskirche St. Cassius und Florentius aus dem 8. Jahrhundert wurde um 1050 abgerissen und durch einen romanischen Neubau mit frühgotischen Elementen ersetzt, eine dreischiffige Basilika, die um 1240 fertiggestellt wurde, erst 1248 war der Baubeginn des Kölner Doms. Eine stille Oase ist heute der mittelalterliche, rund 900 Jahre alte Kreuzgang, der am vollständigsten erhaltene romanische Kreuzgang nördlich der Alpen.

 Die romanische Innenausstattung der Kirche ging in den Auseinandersetzungen der Reformation verloren, heute überwiegen Barockelemente. Im Original erhalten sind zwei kleine Steinskulpturen an den Säulen rechts und links der Treppen in den Altarraum, ein Engel und ein Teufel, die beide Schriftrollen halten. Die Rolle des Teufels ist wesentlich länger, was schreibt er wohl auf?

 Bereits bei der Fertigstellung erklang eine der ersten Orgelanlagen Deutschlands, auf einer 1652 errichteten Orgel erhielt der junge Beethoven Unterricht. Seit 1961 ertönt eine Große Orgel der Bonner Firma Klais mit heute 69 Registern und 5.112 Pfeifen. Der Orgelprospekt zu diesem Instrument wurde von dem Hennefer Bildhauer Manfred Saul gestaltet, hölzerne Skulpturen, die neben der vier Elementen nicht nur biblische Begebenheiten sondern auch zeitgenössische Ereignisse zeigen.

 Die anstehende, voraussichtlich mindestens zweijährige Sanierung der Basilika wird dieses Wahrzeichen der Stadt Bonn wieder für viele Jahre erstrahlen lassen.

 

gez. Marga Rothe

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die Besuchertruppe
das riesige Teile-Lager
der Fensterbau wird erklärt

Senioren Union Hennef besucht die Firma ROLF Fensterbau in Hennef-Uckerath

Seit einigen Jahren gehört der Besuch eines heimischen Gewerbebetriebs zum Programm der Senioren Union Hennef. Am 22. März 2017 bot sich die Gelegenheit zu einer Betriebsbesichti-gung der Firma ROLF-Fensterbau in Uckerath.

Eine sehr ausführliche und informative Filmvorführung im Besucherzentrum erzählte den Werdegang der Firma und machte die Teilnehmer mit den heutigen technischen und handwerklichen Standards im Fenster- und Türenbau bekannt.

Erst 24 Jahre alt machte sich Josef Rolf in Ruppichteroth mit der Fertigung von Fenstern aus Kunststoff selbständig. Bereits zehn Jahre später beschäftigte er ca. 30 Mitarbeiter und der Umzug in größere Betriebsräume wurde erforderlich. Am heutigen Standort in Uckerath befinden sich nun die Verwaltungs-, Produktions- und Ausstellungs-räume. Mit rund 100 Mitarbeitern fertigt die Firma jeden Tag etwa 300 Fenstereinheiten und ist inzwischen der größte Fensterbauer im Rheinland.

Neben Ausbildungsplätzen als Verfahrensmechaniker sowie Groß- und Außenhandelskaufleuten bietet die Firma den Mitarbeitern darüber hinaus Weiterbildungsmaßnahmen an, um stets mit den neuesten technischen Entwicklungen vertraut zu sein.

In der Filmvorführung wurden alle wichtigen Details zur Herstellung eines Fensters sehr genau und anschaulich gezeigt und die Vielzahl der Fensterprofile, Gläser und Oberflächendekoren sowie die Eigenschaften verschiedener Materialien wie Aluminium und Kunststoff eingehend erläutert.

Bei der anschließenden Führung durch die Produktionsstätten wurde gezeigt, wie hochmoderne computergesteuerte Maschinen die einzelnen Schritte bei der Herstellung von Fenstern vollziehen, angefangen von der Auswahl des Profils bis zum Einsatz des Glases. Die Anlagen arbeiten so effizient, dass vom jeweiligen Werkstoff sehr wenig Verschnitt anfällt, der dann recycelt wird.

Die Teilnehmer waren sehr beeindruckt von dem umfassenden Einblick in den Fertigungsablauf von Fenstern, der ihnen bei der Betriebsbesichtigung der Firma Rolf Fensterbau geboten wurde, und bedankten sich für die sehr interessante und zeitaufwändige Führung.

gez. Antje Stammich

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im Museuem
gemütlich danach

latzlatzlSenioren-Union-Hennef im Wallraf-Richartz-Museum Köln

 Im Rahmen des Winterprogramms 2016/2017 besuchten 43 kunstliebende Mitglieder und Gäste die Ausstellung „Von Dürer bis van Gogh“. Die Präsentation von 64 Gemälden und Skulpturen aus der Sammlung des Schweizer Unternehmers und leidenschaftlichen Kunstsammlers Anton Bührle und Gemälden aus dem Fundus des Wallraf-Richartz-Museum bietet einen Einblick in über 400 Jahre europäisches Kunstschaffen. Aufgrund des großen Erfolges wurde die Ausstellung, die ausschließlich in Köln gezeigt wird, bis zum 12.02.2017 verlängert.

Im Mittelpunkt stehen sich Kunstwerke - zum Teil aus unterschiedlichen Jahrhunderten - gegenüber, die als zusammengehörig interpretiert werden. Die hier gezeigten Meisterwerke sind aus den bedeutendsten Epochen von der Gotik bis zum Kubismus als lange Getrenntes und dennoch Zusammengehöriges dargestellt. Diese bemerkenswerte Museumsarbeit wurde abgerundet durch höchst kompetente Interpretationen und lehrreiche Erklärungen der beiden Damen, welche uns durch die Ausstellung geführt haben. Der gut einstündige Rundgang erforderte intensive Aufmerksamkeit.

 Wieder in der Winterluft gingen wir über die wie immer zugige Domplatte zum Brauhaus am Dom, die gemütliche Atmosphäre und Wärme sowie Getränke und ein zünftiges Essen waren entspannend und weckten die Lebensgeister für viele Gespräche.

 gez. Gert Nordstern

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St. Vitalis
Maria Himmelfahrt

Senioren-Union Hennef besucht Kölner Krippen am 10.01.2017

 Auch in diesem Jahr stand die Besichtigung von Kölner Krippen als erster Punkt im Jahresprogramm der Senioren-Union. Wie schon im letzten Jahr, hatte die Stadtführerin und Kunsthistorikerin Frau Dr. Ute Fendel ein abwechslungsreiches Programm zusammen gestellt. Das erste Ziel der Busfahrt war die Kirche St.Vitalis in Müngersdorf. Der Weg dorthin führte vorbei an zahlreichen Kölner Sehenswürdigkeiten, die wir aus dem Bus bestens betrachten konnten. Erstaunt waren wir über die ansprechenden Wohnlagen und deren Architektur in den Kölner Vororten. Die Krippe in St. Vitalis ist eine Stationenkrippe, die ständig während der Advents- und Weihnachtszeit durch Figuren ergänzt bzw. entsprechend dem Fortgang der Geschichte, reduziert wird. Alle Besucher waren sehr angetan von der liebevollen Gestaltung der Krippe und deren dörflichem Charakter, in Anlehnung an Müngersdorfer Gegebenheiten. Die nächste Station war die Kirche St. Viktor in Vogelsang. Hier gab es gleich 2 Krippen zu sehen, eine traditionelle Figurenkrippe und eine Künstlerkrippe aus Holz, eine Dauerleihgabe von Herrn Rudolf Knappstein. Diese Krippe behält das ganze Jahr über ihren Platz in der Kirche, nicht nur zur Weihnachtszeit. In der Kirche St. Mechtern in Ehrenfeld besuchten wir dann eine weitere traditionelle Krippe. Der helle, hohe Kirchenraum dieser Hallenkirche ist sehr beeindruckend. Sie wurde 1954 nach Plänen von Rudolf Schwarz an der Stelle einer im Krieg zerstörten Kuppelbasilika errichtet. St. Mechtern steht in der Tradition der Kölner Märtyrerkirchen, der heilige Gereon soll hier den Märtyrertod gefunden haben. Mit dem Besuch der Jesuitenkirche St. Maria Himmelfahrt in der Innenstadt endete unsere Krippenführung. Hier konnten wir eine mechanische Krippe aus Italien bewundern, deren südlicher Flair mit animierten Figuren bezauberte. Danach freuten sich alle Gäste auf einen erfrischenden und genüsslichen Ausklang im Gaffel am Dom.

Lydia Merx

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Senioren Union Hennef besucht Wiesbaden zum Sternschnuppen-Weihnachtsmarkt

Bei freundlichem Herbstwetter startete ein voll besetzter Bus mit erwartungsfrohen Gästen und vielen (Weck)-Männern an Bord zur Fahrt nach Wiesbaden. Über dem Taunus lag dann dicker Nebel, der die Bäume durch Rauhreif in ein Wintermärchen verwandelte. Auch Wiesbaden lag im Nebel, bei der ausgedehnten Stadtrundfahrt und dem Besuch des Neoberges mit der Russisch-Orthodoxen Kirche bot das romantische Ausblicke. Der Gästeführer erzählte während der Rundfahrt und beim Besuch der Kirche viele Einzelheiten zur Geschichte Wiesbadens, der Bedeutung des Hauses Nassau und der Entwicklung von der Bäderstadt der Antike zum Wirtschafts- und Dienstleistungszentrum der Landeshauptstadt von Hessen. Während des zweiten Weltkrieges wurde Wiesbaden weniger zerstört, als viele andere Städte, so bieten die Innenstadt und der Bäderbezirk noch viele erhaltene historische Villen, überwiegend im Stil des Klassizismus.

Die Rundfahrt endete am Marktplatz mit der alles überragenden evangelischen Marktkirche und dem Sternschnuppen-Weihnachtsmarkt. Da die Weckmänner inzwischen großenteils verspeist waren bot sich die Möglichkeit, eines der vielen Restaurants oder Cafés aufzusuchen oder gleich Glühwein und Reibekuchen zu kosten. Zauberhaft wurde der Weihnachtsmarkt mit Eintritt der Dunkelheit und den wie Lilien über dem Markt schwebenden Lichtern, dem riesigen, bunt strahlenden Weihnachtsbaum, einer Krippe mit geschnitzten Holzfiguren in Lebensgröße und vielen weihnachtlichen Angeboten. Die Zeit bis zur Rückfahrt verging im Flug, pünktlich waren alle am Abfahrtsplatz. Wer noch nicht alle Euros ausgegeben hatte, konnte auf der Rückfahrt im Bus noch die druckfrische Ausgabe der neuen Rezeptesammlung der Stiftung Altenhilfe „Hennef kocht mit den Jahreszeiten“ erwerben. Nach einem erlebnisreichen Tag brachte unser Fahrer alle sicher wieder zurück nach Hennef.

gez. Marga Rothe

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Adventsfeier der Senioren Union Hennef

Im weihnachtlich geschmückten Rosensaal des Hotels Landsknecht in Uckerath begrüßte unsere Vorsitzende Frau Ute Rösel launig und charmant die in großer Zahl gekommenen Mitglieder und Gäste zu unserer traditionellen Adventsfeier. Kaffee und Kuchen wurden serviert und in angeregten Gesprächen Neuigkeiten ausgetauscht.

Unser Unterhaltungsprogramm eröffnete die mit Spannung und Freude erwartete Darbietung der Tanzgruppe 50plus . Unser Mitglied Frau Maria Narres hatte wieder neue Tänze einstudiert, welche die Damen mit Schwung und Eleganz aufführten. Die Anwesenden bedankten sich mit begeistertem Applaus für die mitreißende Aufführung und wurden mit einer Zugabe belohnt.

Inzwischen war unser stellvertretender Bürgermeister Herr Thomas Wallau eingetroffen, der es sich nicht nehmen ließ, nach seiner Begrüßungsrede eine sehr besinnliche Geschichte zur derzeitigen aktuellen Flüchtlingssituation vorzutragen. Leider konnten wir ihn nicht länger in unserer Mitte halten, da schon ein weiterer Termin auf ihn wartete. Dennoch freuen wir uns, dass er sich Zeit für uns genommen hatte.

Als weiteren Programmpunkt kündigte unsere Vorsitzende den Auftritt von Frau Jany vom Curanum Kurhausstraße an. Mit ihrer Gitarre und schönen Stimme trug Frau Jany sehr eindrucksvoll kölsche Weihnachtslieder vor, die sogleich für noch mehr Stimmung im Saal sorgten. Unsere Vorsitzende hatte neben einer kleinen Weihnachtsleckerei auch ein Weihnachtsliederbuch über unseren Europaabgeordneten Herrn Axel Voss besorgt und verteilt, so dass die Anwesenden mit Frau Janys gekonnter Begleitung und versehen mit Text und Noten das eine oder andere Lied mitsingen konnten.

Anschließend begeisterte unser Mitglied Frau Hedwig Keilinghaus mit zwei wunderbaren Beiträgen die Anwesenden und wurde mit anhaltendem Applaus bedacht.

Mit diesem Vortrag ließ unsere Vorsitzende die vorweihnachtliche Feier ausklingen. Sie bedankte sich bei Mitgliedern und Gästen für die rege Teilnahme sowie bei dem Team des Hauses Landsknecht für die reibungslose Bedienung und stimmungsvolle Ausschmückung des Rosensaals sowie die technische Unterstützung durch Herrn Jens Weber.

Wir hoffen, dass alle Teilnehmer Freude an dem Fest hatten und dass das an alle verteilte Programm für das kommende Jahr regen Zuspruch finden wird.

gez. Antje Stammich

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Senioren Union Hennef bei der Confiserie Coppeneur

Besichtigung des neuen Standortes der Schokoladen-Manufaktur

 

Am 17. November besichtigten wir den neuen Standort der Confiserie Coppeneur mit Produktion und Werksverkauf im Gewerbepark Dachsberg in Bad Honnef. Hier entstehen seit 2014 die wohl raffiniertesten Kreationen aus Schokolade und Kakao. 1993 gründete Oliver Coppeneur und ein Freund die Confiserie Coppeneur et Compagnon. 1999 dann der Umzug nach Bad Honnef und 2013 der Spatenstich für diese Verwirklichung seines Lebenstraumes, der gläsernen Schokoladenmanufaktur mit Werksverkauf der Produkte einer kulinarischen Confiserie-Hochkultur. Die 40 Besucher wurden in zwei Gruppen durch die Manufaktur geführt, wobei ihnen der Weg von der Kakaobohne zum Endprodukt erklärt und näher gebracht wurde. Mittlerweile sind 120 feste Mitarbeiter und jetzt in der Saison zusätzliche 60 Arbeitskräfte beschäftigt. Der Maschinenpark, den Besucher von der Galerie einsehen können beherbergt unter anderem ein Walzwerk aus dem Jahr 1956 neben einer Conche aus den 30ern. Beide wurden bis auf die letzte Schraube auseinandergenommen und aufgearbeitet. Daneben stehen fabrikneue Modelle, die den "alten Schätzchen" gleichen wie ein Ei dem anderen. "Die Verfahren sind dieselben." Die Confiserie legt größten Wert auf Qualität der ausschließlich natürlichen Rohstoffe und Zutaten. Naturidentische oder künstliche Rohstoffe und Konservierungsstoffe haben keinen Platz bei Coppeneur. Danach konnten ausgiebigst die meisterlichen Confiserie-Spezialitäten ausprobiert und für die kommende Adventszeit eingekauft werden. Nach dem Genuss und Kauf der Confiserie- und Schokoladenprodukte wurden unsere Gaumen mit mehreren Variationen von Flammkuchen verwöhnt und auf einen anderen Geschmack gebracht. Auf der Heimfahrt schwärmten alle von diesen Gaumenfreuden und der gelebten Leidenschaft von Oliver Coppeneur für seine Produkte und seine Manufaktur.

Dietmar W. Wechtler

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am Adenauerdenkmal

 

Weg der Demokratie

Rundgang durch das ehemalige Regierungsviertel in Bonn

 

Bei schönem Herbstwetter startete die Senioren Union Hennef Ende Okt. 2016 in das ehemalige politische Bonn. Treffpunkt mit dem Gästeführer der Stadt Bonn war der Haupteingang des zoologischen Museum König, der ersten Station des Rundgangs zu Gebäuden, in denen Geschichte geschrieben wurde. Im Lichthof fand am 1. Sept. 1948 der Festakt zum Zusammentritt des Parlamentarischen Rates statt, um den politischen Neuanfang für Westdeutschland einzuleiten. Für den provisorischen Weststaat sollte ein Grundgesetz erarbeitet werden. Nach seiner Wahl im Sept. 1949 nutzte der erste Bundeskanzler Adenauer das Museum kurzfristig als Dienstsitz, bis 1957 waren hier Büros verschiedener Bundesministerien.

 

Direkt gegenüber steht das „Weiße Haus von Bonn“, die Villa Hammerschmidt, der Bonner Amts- und Wohnsitz des Bundespräsidenten. Nach Überprüfung durch die Bundespolizei konnten wir den prächtigen Park und die Repräsentationsräume der Villa im Erdgeschoß besichtigen. Viele Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Sport usw. wurden hier empfangen. Bundespräsident und Bundeskanzler waren in Bonn Nachbarn, es gab einen Durchgang in den Parks zwischen Villa Hammerschmidt und Palais Schaumburg, dem Dienstsitz des Bundeskanzlers. Auch Palais Schaumburg blieb seit dem Regierungs-Umzug nach Berlin der Bonner Dienstsitz. Vor dem Palais auf der Adenauerallee steht seit 1982 das Konrad-Adenauer-Denkmal von Pilgrim, eine ca. 2 m hohe realistische bronzene Kopfplastik mit reliefartigen Bildern aus seinem Leben.

 

Vorbei am „Platz der Vereinten Nationen“ – links Bundesratsgebäude und Bundeshaus mit Plenarsaal, rechts das neue Hotelhochhaus und das World Conference Center Bonn (WCCB), im Hintergrund der „Lange Eugen“ und der Posttower – ging es an das Rheinufer zum „Alten Bonner Wasserwerk“. Im Pumpenhaus war von 1986 bis 1992 der Plenarsaal des Deutschen Bundestages untergebracht, in diese Zeit fielen die historischen Beschlüsse zur deutschen Wiedervereinigung und zur Hauptstadt Berlin. Weiter führte der Weg Richtung Rheinauenpark, vorbei am Abgeordneten-Hochhaus „Langer Eugen“, heute Sitz der UN, und dem als weiteres Abgeordneten-Haus geplanten „Schürmann-Bau“, jetzt Zentrale der „Deutschen Welle“. Wieder zurück auf dem „Platz der Vereinten Nationen“ bot eine lange runde Bank den ersehnten Sitzplatz für müde Füße, da wurden die Erläuterungen zu den komplizierten Eigentumsverhältnissen der verschiedenen Gebäude gleich leichter verständlich.

 

Wäre die Wiedervereinigung einige Jahre früher gekommen, Bonn sähe heute anders aus. Es gäbe keinen neuen Plenarsaal, keinen Schürmann-Bau und weder Bundeskunsthalle noch das Haus der Geschichte, welches unser letztes Ziel war. Im Eingangsbereich an der U-Bahn sahen wir in historischen Bildern und Filmen noch einmal die Orte, die wir besucht haben, ferner den Dienst-Mercedes von Konrad Adenauer und den Salonwagen der, ursprünglich von Hermann Göring genutzt, vier Kanzlern der Bundesrepublik als rollendes Kanzleramt diente. Jetzt waren nur noch 2 Etagen zu überwinden, da erwartete uns die Cafeteria mit heißen und kühlen Getränken und der Speisekarte zum Mittagessen. Nach einem langen Rundgang ein erholsamer Abschluß.

 Marga Rothe

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erster Stadtrundgang in Bamberg
das alte Rathaus

UNESCO – Welterbestätten Bamberg, Bayreuth und Würzburg Seminarreise der Senioren Union Hennef nach Oberfranken

              „Wohlauf, die Luft geht frisch und rein,                                                                            wer lange sitzt, muß rosten.                                                                                            Den allersonnigsten Sonnenschein                                                                                lässt uns der Himmel kosten.“

                                                                                                     (Viktor von Scheffel)

 

Nach diesen Zeilen des Lieds der Franken sah es nicht aus, als der Bus am Sonntagmorgen nach Oberfranken zur 5. Seminarreise der Senioren Union startete, die Fahrt wurde von kräftigem Regen begleitet. Aber zur Ankunft in Bamberg hörte der Regen auf und zur Stadtführung am frühen Nachmittag schien doch tatsächlich ab und zu die Sonne.

Die Stadtführer erwarteten uns auf dem Maximiliansplatz, vor dem von Balthasar Neumann erbauten heutigen Rathaus. Die Führung zeigte uns historische Gebäude und moderne Kunstwerke, Kirchen, Gebäude der Universität usw. bis hin zum Wahrzeichen von Bamberg, dem erstmals 1387 erwähnten alten Rathaus, das in die Regnitz gebaut wurde. Höhepunkt ist der alles überragende Dom St. Peter und St. Georg auf dem Domberg. Der Domplatz wird eingerahmt von den historischen Gebäuden der Neuen Residenz und der Alten Hofhaltung, der anschließende Rosengarten bietet einen prächtigen Blick über Bamberg. Der Dom gehört zu den Kaiserdomen und ist das beherrschende Bauwerk des Weltkulturerbes „Bamberger Altstadt“. Bierkultur bot abends das unterhalb vom Dom gelegene „Schlenkerla“, ein historisches Brauhaus, das durch sein Rauchbier international bekannt ist.

zu Bayreuth gehört das Festspielhaus

Trotz Rauchbier und Frankenwein, am nächsten Morgen hieß es zeitig aufstehen zur Fahrt nach Bayreuth. Zum Stadtrundgang ging es durch eine bunt blühende Anlage zum Schloß mit der Schloßkapelle, etwas unterhalb steht das Opernhaus (1744-1748), heute UNESCO – Weltkulturerbe. Das Opernhaus lockte Richard Wagner nach Bayreuth, die Größe erschien ihm aber nicht ausreichend und er baute auf dem „Grünen Hügel“ sein Festspielhaus, das 1876 feierlich eröffnet wurde. Parallel dazu entstand das Wohnhaus Richard Wagners, Haus Wahnfried, am Hofgarten mit dem neuen Schloß.

die Feste Coburg
Stärkung mit Coburger Bratwurst

Am dritten Tag besuchten wir zunächst die Veste Coburg, sie liegt rund 160 m über der Stadt und ist eine der größten Burganlagen Deutschlands. Die bedeutenden kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen enthalten Gemälde und Skulpturen z.B. von Lucas Cranach d.Ä., Tilmann Riemenschneider und Matthias Grünewald, kostbare Gläser, Münzen, Rüstungen und Waffen. Martin Luther hielt sich im Jahre 1530 mehrere Monate auf der Veste Coburg auf, die Lutherzimmer, prachtvolle Räume und Kunstschätze konnten wir betrachten, Kunstliebhaber können hier sicher Tage verbringen. Beeindruckend ist auch der weite Blick von der Bastei in die Umgebung.

Der Bus brachte uns zurück in die Stadt Coburg, die 1056 das erste Mal in einer Urkunde genannt wurde. Coburg war Zonenrandgebiet, die Versicherungs-gesellschaft HUK verlegte ihren Hauptsitz hierhin und ist bis heute größter Arbeitgeber der Stadt. Es gab wieder viel zu sehen, den Schlossplatz mit dem Landestheater, Schloss Ehrenburg mit der prächtigen barocken Schlosskirche, die älteste Kirche Coburgs, die Moriz-Kirche, der Name nimmt Bezug auf St. Mauritius, den Stadtpatron von Coburg. Eine Spezialität erwartete uns auf dem Marktplatz, Coburger Bratwurst, gegrillt auf getrockneten Kiefernzapfen, die hatten wir uns auch verdient.

Ganz war der Tag noch nicht vorbei, über die ehemalige Zonengrenze fuhren wir nach Thüringen in die „Weltspielwarenstadt“ Sonneberg und besuchten das älteste deutsche Spielzeugmuseum. Doch damit nicht genug, am Abend wurden wir in Bamberg im romantischen Altstadt-Gasthaus Kachelofen zur fränkischen Wirtshausplatte erwartet, und das war anstrengender als alle Besichtigungen.

Am vierten Tag fuhren wir den Main aufwärts in den „Gottesgarten am Obermain“ bis nach Bad Staffelstein, hier grüßen von den Höhen am linken und rechten Flußufer die Basilika Vierzehnheiligen und das Kloster Banz.

Die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen wurde nach Plänen von Balthasar Neumann gebaut und 1772, fast 20 Jahre nach seinem Tod, fertiggestellt. Das Herzstück der Kirche, der Gnadenaltar mit den vierzehn heiligen Nothelfern, ist ein Meisterwerk des Rokoko und steht in der Mitte frei im Raum. Der Faszination dieses Kirchenraums kann sich wohl kaum jemand entziehen. Die barocke Fassade und die beiden hohen Türmen sind ein Gegenstück zur gegenüberliegenden Kirche von Kloster Banz. Da war dann auch unser nächstes Ziel.

Kloster Banz
Mittag in der Klosterschänke

Einer Legende nach ist Burg Banz um 1070 aufgrund eines Gelübdes zur Errichtung eines Benediktinerklosters gestiftet worden. Nach einer wechselvollen Geschichte wurde Kloster Banz 1979 von der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung erworben und viele Jahre saniert. Seit 1983 betreibt die Stiftung hier ein Bildungszentrum für politische Erwachsenenbildung mit Gästezimmern, Seminar- und Schulungsräumen. Ein großer Konferenzraum im Untergeschoß dient z.B. der CSU für Tagungen und Klausuren. Die besten Ergebnisse werden nach der Einschätzung unserer Begleiterin aber im Nebenraum, dem bayrischen Bierstüberl, erzielt. Die sehenswerte Klosterkirche gehört zur Kirchengemeinde Staffelstein.

Zur Mittagspause wurden wir in der Klosterschänke, in der Viktor-von-Scheffel-Stube erwartet. Neben einem guten Essen fanden wir den Text seines „Lied der Franken“, auf der Weiterfahrt im Bus gab es kein Halten mehr, nicht immer schön aber dafür laut sang die ganze Gruppe alle 9 Strophen dieses Wanderliedes.

 

So erreichten wir die Weinstadt Volkach, eine kurzen Stadtführung, eine launige Weinprobe und zurück in unser Hotel in Bamberg. Das Abschlussgespräch des Seminars am Abend  war sehr positiv, aber dann doch recht schnell beendet.

der Residenzplatz in Würzburg
Gruppenbild mit Damen

Letzter Tag und Heimfahrt, mit Würzburg stand noch eine Welterbe-Stadt auf dem Programm. Ein Stück am Main vorbei, dann ging es über die „Alte Mainbrücke“ mit prächtiger Aussicht auf die Festung Marienberg zur Altstadt. Über die Domstraße fiel der Blick direkt auf den Dom St. Kilian. Der Dom und die gesamte Altstadt wurden zum Ende des Krieges, am 16. März 1945, stark zerstört, im Rathaus sahen wir ein Modell der Zerstörungen. Der Krieg war entschieden! Wozu? Viele historische Gebäude sind äußerlich rekonstruiert worden, die „Neue Würzburger Residenz“ mit beeindruckender Kirche, Hofgarten und Residenzplatz wurde wieder aufgebaut und ist heute UNESCO-Weltkulturerbe. Hier holte uns der Bus ab und nun ging es wirklich Richtung Hennef. Unseren Organisatoren, Herrn Blömer und Herrn Ickstadt, und unserem Fahrer Frank galt der Dank auf der Rückfahrt. Interessanter und angenehmer kann eine solche Reise nicht verlaufen!

 

gez. Marga Rothe

 

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Schloss Homburg
Die Bergische Kaffeetafel


 Die Senioren-Union Hennef besichtigt Schloss Homburg

 Einen wahrlich „erfrischenden“ Ausflug in die bergischen Wälder erlebten die Mitglieder der Senioren- Union am 3.August. Die Fahrt führte bei nicht endendem Nieselregen nach Nümbrecht zum Schloss Homburg, was die Stimmung der Mitreisenden aber nicht im Mindesten beeinträchtigte.

 Das Schloss wurde 1270 als siebentürmige Burganlage von den Grafen zu Sayn-Wittgenstein erbaut. Im Mittelalter wurde es als Witwensitz genutzt und von Verwaltern bewohnt und erst ab 1635 als selbständige Herrschaft Homburg eingerichtet und später zum Barockschloss umgebaut.

Es beherbergt heute ein kunsthistorisches Museum, dessen Themenspektrum von der feudalen Landes - und Herrschaftsgeschichte über die bürgerlichen Lebenswelten und historischen Arbeitsweisen der Region bis hin zur oberbergischen Flora und Fauna reicht.

Nach einer sehr informativen Führung durch das Schloss und dem anschließenden Aufstieg auf den ehemaligen Burgfried und jetzigen Rundturm, ging es weiter zu Holstein's Mühle, einer Wassermühle aus dem 13. Jahrhundert. In den gemütlichen Räumen, ausgestattet mit vielen Gebrauchsgegenständen aus den letzten Jahrhunderten, ließen es sich die Teilnehmer/innen der Exkursion bei der "Bergischen Kaffeetafel" wohl ergehen. Der inzwischen zu einem kräftigen Dauerregen erstarkte „Niesel“ tat dem gemütlichen Beisammensein keinen Abbruch, im Gegenteil.

 Lydia Merx

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unsere Reisegruppe
Cusanusstift
Bernkastel Marktplatz

Moselfahrt auf den Spuren des Nikolaus von Kues

 Der Besuch des romantischen Weihnachtsmarktes in der mittelalterlichen Stadt Bernkastel-Kues im vergangenen Winter inspirierte die Senioren Union Hennef zu einer sommerlichen Fahrt an die Mosel. Bei regnerischem Wetter startete der Bus mit 50 erwartungsfrohen Gästen, aber zur Ankunft in Bernkastel lachte die Sonne vom blauen Himmel. Auf dem Marktplatz war ein schattiger Standort erforderlich, um die Fachwerkhäuser aus dem 15. bis 17. Jahrhundert zu betrachten. Das malerische Spitzhäuschen wurde z.B. 1416 erbaut, ca. 75 Jahre vor der Entdeckung Amerikas.

 Mit Gästeführern ging es dann über die Moselbrücke zur anderen Seite, dem Stadtteil Kues, im Jahre 1401 Geburtsort des Nikolaus von Kues (oder lat. Nicolaus Cusanus). Die Führungen im Cusanus-Stift vermittelten einen Einblick in das Leben und Wirken des schon zu Lebzeiten berühmten, universal gebildeten Philosophen, Mathematikers und Theologen. Eine bedeutende Rolle spielte er in der Kirchenpolitik mit der Karriere als Kardinal, päpstlicher Legat, Fürstbischof von Brixen und Generalvikar im Kirchenstaat. Das Cusanus-Stift gründete er als Armenhospital im Stil einer mittelalterlichen Klosteranlage, es wird seitdem ohne Unterbrechung als Altenheim geführt. Das Refektorium ist heute der Speisesaal der Bewohner, die gotische Kapelle, den Kreuzgang und die weltberühmte Bibliothek konnten wir besichtigen.

Unser Speisesaal war dann der Gewölbekeller des Weingutes Stettler, der Winzer begrüßte uns mit einem Glas Riesling und der Mittagsimbiss war schnell serviert. Es blieb Zeit, den romantischen Weinkeller zu besuchen, im Außenbereich die Sonne zu genießen oder „Sonnenschein in Flaschen“ einzukaufen. Der Abschluß des Programms war anschließend eine Schiffsrundfahrt auf der Mosel, bevor der Tag mit eigenen Unternehmungen in Bernkastel zu Ende ging. Aber, kaum saßen wir zur Rückfahrt im Bus öffnete der Himmel seine Schleusen, und der Regen hörte bis zur Ankunft in Hennef nicht mehr auf. Glück, wer den „Sonnenschein“ von der Mosel mitgenommen hatte.

 gez. Marga Rothe

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AKTIVITÄTEN
alle guter Laune
idyllische Eckchen
gehört dazu

 

Fahrt der Senioren-Union in das „Obere Mittelrheintal“,
       ein Ausflug der wetterbedingten Gegensätze.


Voller Vorfreude auf einen interessanten und fröhlichen Ausflug in das Weltkulturerbe 
“Oberes Mittelrheintal“ starteten Mitglieder und Freunde der Senioren-Union mit dem Bus in Richtung Bacharach. Schon auf der Fahrt wechselten sich heftige Regenschauer und strahlender Sonnenschein in schöner Regelmäßigkeit ab. Die ausgefallene Mikrofon-Anlage im Bus erschwerte zwar den Informationsfluss, konnte die gute Stimmung  aber nicht stören.

Und bei herrlichstem Sonnenschein erwarteten die beiden Führer in Bacharach die Besucher, um mit ihnen zu einem Rundgang durch die verwinkelten Straßen und Gassen der romantischen Altstadt zu starten.

Nach der Mittagspause freuten sich alle auf die Schifffahrt von Bacharach nach St.Goar.
Doch während des Wartens auf das Schiff zogen sich über dem Rheintal schwarze Wolken zusammen, es blitzte und donnerte und ein heftigen Wolkenbruch schüttete Wassermassen auf die Wartenden aus. Einige konnten sich in ein WC-Häuschen retten,
andere suchten Schutz unter Bäumen, der Rest harrte mutig am Schiff-Anlegesteg aus. Das Ergebnis: nass bis auf die Knochen.

Die Fahrt auf dem Schiff wurde zum Trocknen und Aufwärmen genutzt, Mutige wagten sich auf das Sonnendeck, denn in St.Goar schien tatsächlich wieder die Sonne und das Unwetter konnte vergessen werden. Im Bus überraschte der Fahrer seine Gäste mit ein paar Flaschen Sekt und Knabberzeug, so dass ganz entspannt und heiter  
zum Höhe-punkt des Ausfluges gestartet werden konnte:  Zum Romantik-Hotel Schloss Rheinfels, dort war extra die Terrasse hoch über dem Rhein für die Gäste aus Hennef reserviert.
Und hier herrschte wiederum eitel Sonnenschein, so dass die herrliche Aussicht, leckerer Kaffee und Kuchen oder ein Glas Wein genossen werden konnten.

So störten auf der Rückfahrt auch heftigste Regengüsse, die sich mit Sonnenschein ablösten, die gute Laune und Stimmung nicht.  Es war trotz oder gerade wegen der wechselnden Wetterbedingungen ein erlebnisreicher und fröhlicher Tag.

gez. Ute Rösel

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beim Vortrag zur Einstimmung
Gespräch unter Fachleuten
alles Bio

Spargelfahrt der Senioren Union ins Vorgebirge;

ein neues Ziel für eine Veranstaltung mit Tradition

 

Die erste Spargelfahrt der Senioren Union führte 2007 in das Spargeldorf Walbeck am Niederrhein, fünf Mal waren wir hier zu Gast und neben dem Genuß des bekannten Spargels haben wir einiges über Spargelanbau und Vermarktung, aber auch über Kultur und Wirtschaft dieser Region erfahren. Dann probierten wir Spargel in Neuwied und dieses Jahr war Bornheim im Vorgebirge das Ziel. Bornheimer Spargel genießt EU-Schutz als „geschützte geographische Angabe“, die Anbauflächen im klimatisch günstig gelegenen Rheintal sind weitläufig, auch in Hennef wird Bornheimer Spargel vom Erzeuger verkauft.

 Der Obstbaubetrieb Otto Schmitz-Hübsch war die erste Anlaufstelle, wir wurden von Frau Dr. Behr zu einem Rundgang durch das Apfel-Museum, Plantage, Betriebs- und Kühlräume erwartet. Herr Roland Schmitz-Hübsch, Chef in der 4. Generation, ließ es sich aber nicht nehmen, uns zu begrüßen und über seine Vorfahren zu berichten. Stammvater „Otto“, geb. 1868, war ein deutscher Obstbaupionier, nach Studienreisen in Europa entwickelte er unter anderem den Spindelbusch und legte die ersten großen Plantagen in Deutschland an. Durch hochmoderne Kühltechniken und die Auswahl der richtigen Sorten gibt es im Mai noch Äpfel die schmecken, als wären sie frisch gepflückt, wovon wir uns überzeugen konnten.

 Und dann war endlich Mittagszeit, im Gasthaus „Zum alten Bahnhof“ wurden wir traditionell zu „Spargel satt“ erwartet, es schmeckte hervorragend und hungrig blieb niemand. Anschließend gab es viele Informationen über die Stadt Bornheim durch die Vorsitzende der CDU Fraktion und stellvertretende Bürgermeisterin, Frau Petra Heller, die vorab auch mit vielen Tipps zur Fahrt beigetragen hat, und den Vorsitzenden der Senioren Union, Herrn Rolf Schmitz.

 Zum Abschluss besuchten wir den „demeter Biohof Bursch“, noch einmal Landwirtschaft zum Anfassen. Frau Bursch bot einen Rundgang mit vielen Informationen und Kostproben an, es lockte aber auch das zauberhafte Gartencafé unter Bäumen, dazu viel Sonnenschein, Kaffee und hausgebackener Kuchen, war jemand doch nicht satt geworden? Der Hofladen verführte zum Einkauf, nicht nur von Spargel, und mit vielen neuen Eindrücken und gefüllten Einkaufstüten konnte die Rückfahrt starten.

 gez. Marga Rothe                                                                                                                                                                                      16.03.2016

 

   Senioren Union Hennef besucht Firma Ammann  in Hennef

In ihrer Reihe ‚Betriebsbesichtigungen‘ besuchte eine Gruppe der Senioren Union Hennef die Firma Ammann in der Josef-Dietzgen-Straße im Gewerbegebiet-West.

Vor der Führung durch die Produktionshallen erhielten die Teilnehmer eine sehr interessante und informative Einführung in die Entstehungsgeschichte der Firma und ihre Entwicklung bis heute. 1869 gründete der Schweizer Jakob Amman eine  Mühlebau-Werkstatt. In den folgenden Jahren wurde die Produktpalette ständig erweitert, wobei sich der Schwerpunkt auf Maschinen für den Straßenbau verlagerte. Heute produziert das Unternehmen Asphaltmisch- und Betonmischanlagen einschl. der Anlagensteuerungen, Verdichtungsmaschinen und Aufbereitungsanlagen sowie Straßenfertiger. Die Produktpalette reicht vom kleineren Stampfer bis zu den schweren Walzenzügen.

Durch Firmenzukäufe und Übernahmen ist Ammann inzwischen weltweit tätig, verfügt über Produktionsstätten u.a. in Italien, Tschechien, China, Brasilien, Indien und Deutschland. Mit einem ausgedehnten Händlernetz ist Ammann auf der ganzen Welt vertreten. Der Hauptsitz befindet sich in Langenthal/Schweiz, von wo aus das Unternehmen als Ammann Group Holding AG – nach wie  vor im Familienbesitz in der nunmehr 6. Generation -  geführt wird.

Am Hennefer Standort werden Stampfer, Rüttelplatten und Anbauverdichter  in verschiedenen Größen hergestellt. Die Maschinen werden u.a. im Kanal- und Grabenbau, Bauwerkshinterfüllungen und Straßenbau eingesetzt. Hohe Verdichtungs- und Motorleistung sowie Bedienungskomfort erleichtern das Arbeiten auch bei sehr schweren Bodenverhältnissen.

In der Produktion werden die Gußplatten, Motoren und sonstigen Geräteteile zusammengebaut; die Qualität wird in schallgedämpften Kabinen in Langzeittests geprüft; in der Lackiererei erhalten die Maschinen die typische gelbe und blau-grüne ‚Amman-Farbe‘.

Auf dem Firmengelände befindet sich eine Versuchsanlage, auf der Rüttelplatten auf ihre optimale Arbeitsleistung getestet werden. Die Meßergebnisse sind für die Produktion wichtig und maßgebend.

Amman Verdichtungen Hennef beschäftigt ca. 140 Mitarbeiter und hat 14 Auszubildende im kaufmännischen bzw. technischen Bereich. Darüber hinaus werden Praktika und Ferienjobs angeboten.

Die Seniorengruppe bedankte sich dafür, dass sie diese lehrreiche und spannende Betriebsführung wahrnehmen konnte.

gez. Antje Stammich                                                                                                                                                                                      16.03.2016

 


Seminarfahrt der Senioren-Union Hennef  in die Kulturregion EUREGIO Maas-Rhein

35 Mitglieder und Freunde der Senioren-Union Hennef trafen sich am 24.April zur 2-Tage-Seminarfahrt, die in Zusammenarbeit mit der Karl-Arnold-Stiftung organisiert worden war.
Das Thema des Seminars ist in Zeiten kriselnder Europa-Politik aktueller denn je:

Die Euregio Maas-Rhein: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Dreiländereck Deutschland-Belgien-Niederlande.


Hier leben auf rund 11.000 qkm 4.Mill. Menschen, verteilt über 3 Staaten, sie sprechen Deutsch, Französisch und Niederländisch. Da ist es auf den ersten Blick nicht unbedingt leicht, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Das macht diese Region im Herzen Europas so spannend.

Aachen als europäische Stadt mit bedeutender Geschichte und dem Weltkulturerbe der UNESCO, dem Aachener Dom, war erstes Ziel der Reise. Von hier aus regierten fränkische und keltische Könige ihre Reiche, Karl der Große legte den Grundstein für den Aachener Dom, und das vereinte Europa von heute basiert auf seinen Gedanken und Taten.

Ein ausgezeichneter Führer, Mario Hecker, berichtete auf lebhafte und muntere Weise
über die Geschichte Aachens, die Bedeutung Karls des Großen für die damalige und heutige Zeit. Auch den Aachener Dom mit seinen Schätzen erläuterte er mit viel Detail-Kenntnissen, die die Reise-Gruppe beeindruckten.

Nach dem Mittagessen ging die Fahrt weiter in das belgische Eupen. Im Verwaltungssitz der Euregio Maas-Rhein referierte Michael Dejozé,  
leitender Mitarbeiter der Euregio, über die Entstehung der Partnerschaft Euregio Maas-Rhein, die seit über 35 Jahre besteht. Ziel ist seit der Gründung,  grenzüberschreitende Informationen und Kräfte zu bündeln und gemeinsame Lösungen zu erarbeiten und durchzuführen, sei es im Sicherheitsbereich, im Schul- und Bildungsbereich, in Landwirtschaft und Wirtschaft, Kultur und Tourismus.

Nach lebhafter Diskussion ging es zurück nach Aachen zum gemeinsamen Abendessen
in einem gemütlichen Aachener Brauhaus.

Am zweiten Tag stand die Fahrt nach Lüttich auf dem Programm, eine historische Metropole im Herzen der Euregio. Während der Stadtrundfahrt konnte der Busfahrer seine fahrerischen Qualitäten unter Beweis stellen, ging es doch durch enge, verwinkelte
Gassen, teilweise ziemlich steil bergauf ( und natürlich wieder bergab ), dazu auch noch sehr kurvenreich. Er meisterte es bravourös ! 


Der Stadtführer erwies sich als humorvoller, voller Geschichten und Anekdoten steckender
Begleiter, der seine Stadt liebevoll erklärte. Lüttich oder Liège hat im Laufe der letzten Jahrzehnte eine beeindruckende Wandlung vollbracht. Von einer grauen Industriestadt, die vom Bergbau und der Stahlindustrie gekennzeichnet war, entwickelte sie sich zu einer „herausgeputzten“ 
lebhaften modernen Stadt.

Höhepunkt der Besichtigung war zweifellos der vom spanischen Star-Architekten Santiago Calatrava erbaute Bahnhof in Liège Guillemins, ein großartiges Beispiel für europäische Architektur. Seine filigrane, lichtdurchlässige  Dachkonstruktion, seine hellen Eingangs-hallen und Bahnsteige geben den Reisenden ein Gefühl der großzügigen Sicherheit.  Die Reisegruppe war sichtlich beeindruckt von diesem Bauwerk,  aber auch vom höchstem Gebäude der Stadt, dem Finanzamt !

Auf eigene Faust konnten die Teilnehmer nach der Rundfahrt noch die Stadt erkunden,
sich auf die Suche nach den leckeren belgischen Fritten machen oder die berühmten belgischen Pralinen einkaufen. Da störte auch der kalte Wind und der Dauerregen nicht !

Vollgepackt mit Eindrücken und Informationen ging die Fahrt zurück nach Hennef. Mit  dem Dank an die Organisatoren Christian Ickstadt von der Senioren-Union Hennef und Richard Blömer von der Karl-Arnold-Stiftung sprachen die Mitglieder und Freunde der SU den ausdrücklichen Wunsch aus, eine ähnliche informative Fahrt wieder zu planen und zu organisieren.

gez.Ute Rösel

aus dem Gewirr
wird tatsächlich ein Auto

 

Senioren Union Hennef besucht Ford-Werke Köln

 

Firmenbesichtigungen gehören seit vielen Jahren zum Veranstaltungsprogramm der Senioren Union Hennef. Mit einer Werksbesichtigung der Kölner Ford-Werke in Niehl wurde diese Reihe im März eröffnet.

Im Besucherzentrum wurden die Teilnehmer mit einer kleinen Erfrischung empfangen. Ein sehr interessanter und informativer Bildervortrag schilderte die Entstehungsgeschichte des Werkes und dokumentierte ausführlich die einzelnen Arbeitsabschnitte vom Rohmaterial bis zum fertigen Fahrzeug. Ford ist der fünfgrößte Automobilhersteller weltweit. Mit über 17.000 Mitarbeitern wird in den Kölner Ford-Werken ausschließlich das Modell Fiesta  produziert.

Im Anschluß daran wurden die Teilnehmer  mit einem Elektrozug durch die Werkshallen gefahren, wo sie aus nächster Nähe die Entstehung eines Autos verfolgen konnten. Sehr hilfreich auf diesem Weg waren die detaillierten Erläuterungen des Werksführers, die wesentlich zum Verständnis der Produktionsvorgänge beitrugen.

Zuerst wurde das Presswerk besichtigt, wo die Blechteile für die verschiedenen Fahrzeugtypen mit riesigen Pressen zugeschnitten und geformt werden.

Im anschließenden Karosseriebau werden mit zahllosen Schweißrobotern die Karosserieteile zusammengeschweißt. 

In der folgenden Montagehalle wurden die  Automodelle, jeweils nach den vom Kunden gewünschten Vorgaben, zusammengebaut. Diese Arbeit wurde ebenfalls überwiegend von Robotern ausgeführt. Nur noch wenige Arbeiter werden an den Bändern für besondere schwierige Arbeitsabläufe eingesetzt.

Besonders spannend war der Fertigungspunkt, an dem das Fahrgestell mit Motor und allen Antriebsteilen mit der Karosserie zusammengeschraubt wurde. Dieser Vorgang wird intern als „Hochzeit“ bezeichnet.

Mit der Endkontrolle des Fahrzeugs, die eine Dichtigkeitsprüfung und einen Rütteltest auf der firmeneigenen Versuchsstrecke einschließt, wurde die etwa zweieinhalb Stunden dauernde Werksbesichtigung beendet. Es war für alle Teilnehmer ein beeindruckendes Erlebnis, der Fertigung eines Autos zuzuschauen.

Ein Besuch im  Brauhaus Gaffel am Dom rundete den sehr interessanten Einblick in die Welt der Fahrzeugproduktion ab.

Gez. Antje Stammich                                                                                                                                                                                      16.03.2016

 

 


mit der U-Bahn zur Kunsthalle
Versammeln zur Führung
gemütlicher Abschluß

 

Hennefer Senioren Union in der Bundeskunsthalle Bonn

„Japans Liebe zum Impressionismus“

 

 

Der Intendant der Bundeskunsthalle, Herr Rein Wolfs, warb für diese Ausstellung mit den Worten: „Eine einzigartige Präsentation französischer Kunst von herausragender Qualität, die wir erstmals zusammenhängend in Europa zeigen können.“

Der Einladung folgte eine große Gruppe Kunstfreunde der Senioren Union und wurde nicht enttäuscht. Bei sehr kompetenten Führungen in zwei Gruppen erhielten wir einen Überblick über mehr als 100 hochkarätige Werke der französischen Impressionisten, z.B. von Monet, Manet, Cezanne, Gauguin und anderen, dazu eindrucksvolle Arbeiten japanischer Künstler, die sich von den französischen Meistern anregen ließen. Bisher ist es in der westlichen Welt weitgehend unbekannt, dass die französische Moderne in Japan intensiv gesammelt wurde und in namhaften japanischen Museen gezeigt wird.

Die feinen japanischen Holzschnitte riefen bei den französischen Impressionisten größte Faszination hervor, in Japan dagegen stießen die Freiluftmalerei, die besondere Sicht für den Augenblick, für Natureindrücke im Wechsel der Jahreszeit, Lichtreflexe und Spiegelungen auf begeisterte Zustimmung. Es war eine wechselseitige Geistesverwandtschaft, eine Veränderung der Kunstgeschichte.

Auch für die Bundeskunsthalle war diese einmalige Ausstellung ein großer Erfolg, mehr als 100.000 Besucher ließen sich begeistern. Auch wir erlebten sehr gut besuchte Ausstellungsräume aber leider ein ausgebuchtes Restaurant. Platz genug gab es dafür nach der Rückfahrt im Hennefer Wirtshaus zu einem anregenden Ausklang dieses Erlebnisses.

 

gez. Gert Nordstern, Marga Rothe

Krippenfahrt der Senioren-Union Hennef nach Köln am 05.01.2016

Die erste Fahrt der Senioren-Union im neuen Jahr 2016 führte uns nach Köln. Auf dem Programm stand eine Stadtführung zu Kölner Krippen mit dem Bus.

Frau Dr. Ute Fendel von der KölnTourismus GmbH hatte eine interessante Tour zu Krippen in Vororten von Köln zusammengestellt. Auf dem Weg dorthin erklärte die versierte Stadtführerin uns in kölscher Mundart jeweils die Entstehungsgeschichte der Krippe und die liebevolle und teils recht aufwändige Arbeit, die die Betreuer in den Kirchengemeinden leisten, wenn es um den Aufbau der Krippen in der Adventszeit geht.

Bei der großen Krippe in St. Elisabeth in Köln -  Pesch z.B., muss jedes Jahr ein richtiger Stall aus alten Balken und Steinen errichtet werden, die alle ihre Herkunft in alten Gebäuden im Ort haben.

Die fröhliche Krippe in St. Johannes in Köln - Chorweiler stammt ursprünglich aus dem Vorort Seeberg. Sie war bei der Ankunft in Chorweiler 1977 recht „ramponiert“, was die Ausstattung der Figuren betraf, und wurde in liebevoller Arbeit von den Gemeindemitgliedern mit neuer farbenfroher Kleidung bedacht. In dieser Krippe findet man unter den Besuchern des Jesuskindes auch den Tünnes.

In St. Kunibert sahen wir eine ganz traditionelle Krippe, wie sie wohl in vielen Kirchen zu finden ist, und bei der DEVK – Versicherung konnten wir die beeindruckende Bronze – Krippe der Künstlerin Rosemarie Peters bewundern. Diese Krippe stand früher auf dem Markt und die einzelnen Figuren wurden z.T. von Markthändlern gestiftet.

Das „Highlight“ der Besichtigungstour aber erlebten wir ganz unplanmäßig und das war auch für die Stadtführerin Frau Fendel eine große Überraschung: Beim Rundgang durch die Kirche St. Johannes in Chorweiler, trafen wir den Diakon der Gemeinde. Er führte uns zur „Chorweiler Friedensglocke“, die dort im Innenraum der Kirche ihren Platz auf einem transportablen Gestell hat.  Diese Glocke wurde anlässlich der Heiligsprechung des Namenspatrons der Kirche, Papst Johannes XXIII., in Chorweiler vor dem Gotteshaus in Anwesenheit der ganzen Kirchengemeinde gegossen. Zur großen Freude der Kirchengemeinde nahmen auch viele Migranten aus dem Stadtviertel teil, das in Köln den größten Anteil von Einwohnern ausländischer Herkunft aufweist – ein gelungenes Beispiel für friedliches Miteinander von Menschen unterschiedlichen Nationalitäten und Religionen.

Beim Glockenguss wurden Erden aus 50 Nationen zusammengetragen, um den Auftrag der Glocke als Friedensglocke für 180 Nationen der Welt zu unterstreichen. 5 Kinderhände als Abbildungen auf der Glocke symbolisieren dabei die 5 Erdteile.

Die Überraschung zum Schluss: diese Glocke kann man ausleihen! Wer ein Fest oder eine Feier gestaltet, das im besonderen Zeichen des friedlichen Zusammenlebens steht, kann die Glocke abholen,  mit einem Anhänger am PKW transportieren und beim Fest erklingen lassen.

Bei der Amtseinführung der neuen Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker war dies der Fall.

Die Teilnehmer der Exkursion waren sich einig, einen interessanten und bereichernden Vormittag erlebt  und viele neue Informationen über die Kultur der Krippen in Kölner Kirchen erfahren zu haben. Im Brauhaus „Gaffel am Dom“ fand die Fahrt ihren genüsslichen Ausklang, bevor es am Nachmittag wieder zurück nach Hennef ging.

Lydia Merx

Adventskaffee der Senioren Union Hennef zum Jahresausklang;
Gratulation zur Ordensverleihung an Ute Rösel

Über 160 Mitglieder zählt die Senioren Union Hennef inzwischen, die Hälfte folgte der Einladung zur letzten Veranstaltung im Jahr in den wieder weihnachtlich und festlich geschmückten Rosensaal in Uckerath, und es gab viel Gesprächsstoff aus dem zu Ende gehenden Jahr. 

Es war aber auch ein außergewöhnlicher Grund zu feiern, Manfred Krause gratulierte unserer Vorsitzenden Ute Rösel im Namen der Mitglieder und des Vorstandes zu einer besonderen Ehrung, sie wurde durch den Bundespräsidenten für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit mit der Verdienstmedaille des Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die Liste ihres Engagements im politischen und sozialen Bereich ist sehr, sehr lang und wir sind stolz, daß sie seit vielen Jahren zunächst stellvertretend und dann als Vorsitzende die Geschicke der Hennefer Senioren Union leitet. Ein wenig von der Ehrung strahlt auch auf die Mitglieder, vielen Dank liebe Ute und herzlichen Glückwunsch! 

Anschließend durfte Ute Rösel das Mikrofon wieder in Besitz nehmen um in ihrer charmanten Art die vorweihnachtliche Feier zu moderieren. Bei Kaffee und Kuchen erfreute uns der Schulchor der Grundschule Uckerath unter der Leitung von Herrn Thomas Gerstner mit traditionellen und neuen Liedern zur Weihnachtszeit. Die Kinder haben fleißig Texte und Melodie gelernt, die Senioren müssen das Mitsingen allerdings noch etwas üben. Ein weiterer Höhepunkt war wieder die „Tanzgruppe 50 plus“, trainiert von unserem Mitglied Frau Maria Narres, mit ihren neu einstudierten Tänzen. Die Freude, den die Damen an diesem Sport haben, strahlte in den ganzen Raum.

Aber auch der Vorstand war aktiv, das neue Programm für 2016 ist fertig und gedruckt und konnte an die anwesenden Mitglieder verteilt werden, wir freuen uns auf hoffentlich wieder rege Beteiligung.

gez. Antje Stammich und Marga Rothe

Besuch der Hennefer Senioren-Union im Düsseldorfer Landtag

Auf Einladung der Landtagsabgeordneten Andrea Milz besuchten Mitglieder der Hennefer Senioren-Union den Düsseldorfer Landtag.  Vor dem Besuch wurden sie auf einer fast zweistündigen Rundfahrt durch Düsseldorf von einer ausgezeichneten Fremdenführerin über die Geschichte der Stadt, die Entwicklung zur Landeshauptstadt, die verkehrstechnischen Veränderungen in der Innenstadt und den Ausbau des ehemaligen Hafen-Geländes informiert. Im Landtag konnten die Besucher von  der Tribüne aus eine Plenar-Sitzung verfolgen und sich einen Eindruck über die Arbeit der Landtages verschaffen. 

Die anschließende Diskussionsrunde mit Frau Milz verlief äußerst lebhaft und engagiert,  für die vielen Themen, die angesprochen wurden, war die Stunde viel zu kurz.  Doch alle Beteiligten waren sich einig, sehr gute Informationen  über die Aufgaben und Ziele der Landtagsabgeordneten Andrea Milz erhalten zu haben.


gez. Ute Rösel 

Zauberhaftes Bernkastel-Kues zur Adventszeit;
Weihnachtsmarkt an der Mosel

Kein großer Weihnachtsmarkt sondern die kleine mittelalterliche Stadt Bernkastel-Kues war dieses Jahr das Ziel der Senioren Union Hennef. Die Gassen mit ihren vielen prächtigen Fachwerkhäusern, geschmückt mit Tannen, Lichterketten, Kerzen, glänzenden Kugeln, Engeln und vielem mehr, zauberten eine romantische und weihnachtliche Stimmung. Dazu lockten festlich dekorierte Verkaufsstände, herzhafte und süße Leckereien und nicht zuletzt der Moselwein, Riesling als weißer und Dornfelder als roter Glühwein. Sogar Petrus hatte ein Einsehen und bei der Ankunft in Bernkastel seine Wasserschleusen geschlossen.

Die wechselhafte Geschichte wurde bei einem Rundgang in der Altstadt durch erfahrene Gästeführer vermittelt. Erste Zeugnisse menschlicher Besiedlung aus der Zeit um 3000 v.Chr. entdeckten Archäologen in Kues. Durch König Rudolf I. von Habsburg erhielt „Berrincastel“ 1291 Stadtrechte. Die hoch über der Stadt gelegene Burgruine Landshut war seit dem 13. Jahrhundert bis zur Zerstörung durch Feuer im Jahre 1692 Sommerresidenz der Erzbischöfe von Trier. Auf der anderen Moselseite – im Stadtteil Kues – steht das Cusanusstift, von Kardinal Nikolaus Cusanus, dem größten Sohn des Mosellandes, im 15. Jahrhundert gegründet. Es ist in gotischem Stil wie eine mittelalterliche Klosteranlage erbaut und  beherbergt eine einmalige Bibliothek mit wertvollen alten Handschriften, Erstdrucken und astronomischen Instrumenten. Die weltberühmte und teuerste Weinlage ist oberhalb der Stadt der „Bernkasteler Doctor“. Nach einer Sage wurde der Trierer Kurfürst Boemund II., den „Aderlaß und Schröpfen“ immer kranker machten, durch den Genuß dieses Weines wieder gesund. Ob Glühwein auch so eine Wirkung hat?

Es blieb noch Zeit, das zu probieren, ehe wir uns von dieser zauberhaften Stadt und ihrem Lichterglanz verabschieden mußten, um die Heimfahrt anzutreten.

gez. Marga Rothe

Die Mitgliederversammlung der CDU-Senioren-Union Hennef bestätigt den amtierenden Vorstand in seinem Amt 

1.Vorsitzende bleibt weiterhin Ute Rösel. Ihr zur Seite stehen als stellvertretende Vorsitzende Manfred Krause und Marga Rothe. Manfred Krause wird ausserdem als Schriftführer benannt, Kassierer bleibt  weiterhin Christian Ickstadt.

Als Beisitzer wirken im Vorstand mit: Gert Nordstern, Antje Stammich, Dietmar Wechtler und als neues Mitglied Lydia Merx

NS-Vergangenheit in unserer Nachbarschaft;
Exkursion der Senioren Union Hennef nach Waldbröl

Waldbröl, eine Stadt mir zur Zeit ca. 20.000 Einwohnern, an den Hängen der Nutscheid im Bergischen Land gelegen. Hier sollten nach den Plänen der Nationalsozialisten und ihres aus der Nähe stammenden Reichsleiters Robert Ley unter anderem eine Stadt mit 300.000 Einwohnern, Eisenbahn-, U-Bahn- und Autobahn-Anschlüssen, einem Traktorenwerk mit 20.000 Arbeitern, einer von 12 Adolf-Hitler-Schulen für ausgewählte Jungen zur Vorbereitung der Ausbildung auf einer „Ordensburg“ und ein „Kraft-durch-Freude-Hotel“ entstehen.

Tatsächlich gebaut wurde auf Gut Rottland das private Domizil von Robert Ley, erhalten ist das monumentale Tor zur Hofeinfahrt und Wirtschaftsgebäude, die wieder genutzt werden. Die meterhohen Fundamente einer schon seinerzeit geplanten großen Windkraftanlage liegen im Gebüsch versteckt auf der Höhe. Die Größe des ehemaligen, von Ley abgebrannten Herrenhauses lässt eine Hecke erahnen.

Die meisten Projekte wurden jedoch nie verwirklicht, das Werk für Volks-Traktoren, mit riesigen Montagehallen in bergigem Gelände, blieb in den Planungen stecken. Von der Adolf-Hitler-Schule ist die große Stützmauer erhalten, Ruinen von Freitreppen sind überwuchert und führen ins Leere. Alle geplanten Schulen wurden nie gebaut. Das einzige Gebäude, das fast fertiggestellt wurde, ist das „KdF-Hotel“. Nach anderen Nutzungen befindet sich heute das „E I A B“, ein buddhistisches Kloster mit Kulturzentrum für Europa, in diesen Mauern. Monumentale Mosaike der NS in der großen Eingangshalle und die holzvertäfelte Bibliothek wurden im Original erhalten. Die Bibliothek haben die Mönche mit ihrer Literatur in allen Sprachen gefüllt. Der vielen Opfer, die auch der Bau dieses Hauses gefordert hat, wird in einer bewegenden Installation mit hunderten Stoffherzen gedacht. Es ist erstaunlich, welche Gelassenheit und Frieden diese Räume unter der Führung der Mönche und Schwestern heute ausstrahlen.

Außer den sichtbaren Zeugen der Vergangenheit erhielten wir einen Einblick in das Leben und die Entwicklung von Robert Ley, wie nahe liegen Intelligenz, Geltungssucht und mörderischer Wahnsinn! Geleitet wurde die Exkursion von Herrn Stefan Wunsch, Historiker und wissenschaftlicher Leiter der Akademie Vogelsang IP, der seit vielen Jahren zu diesem Thema forscht und dabei zahlreiche Gespräche mit Überlebenden und Nachfahren geführt hat, herzlichen Dank.

gez. Marga Rothe

Tagesausflug der Senioren-Union Hennef nach Bonn und Umgebung

Ein dreiteiliges Programm erwartete die Teilnehmer an diesem Tag: das Arboretum, das Kameha Hotel und die griechische Kirche.

Der Bus brachte uns zunächst zum Härle-Park in Bonn-Oberkassel. Dieser sehr gepflegte Park, der einer Stiftung gehört, wird als Arboretum bezeichnet, weil das Besondere ein Baumbestand aus aller Herren Länder ist. Die Landschaftsgärtner haben in vielen Jahren eine wunderschöne Komposition aus blühenden Pflanzen, Sträuchern und exotischen Bäumen gestaltet. Diese Augenweide hat alle begeistert, zumal wir zwei fachkundige Führer hatten.

Auf der Terrasse der "Rheinalm" des Kameha Grand Hotels konnten wir bei bestem Wetter dem Treiben auf dem Rhein zuschauen. Die Entspannung bei Kaffee und Kuchen hat uns gut getan. Viele Gespräche befassten sich noch mit den Eindrücken im Park. Einige haben sich auch einen ersten Eindruck von der besonderen Architektur und dem Design des 5-Sterne-Hotels verschafft.

In der griechisch-orthodoxen Kirche in Bonn-Beuel fasziniert zunächst die Ausgestaltung des Inneren: Alle Wände, selbst die Kuppel und der Altarraum, sind bunt bemalt, mit traditionellen Figuren und Symbolen. Eine Orgel gibt es nicht und die Gottesdienste finden meistens im Stehen statt. Ein Pfarrer, der leider recht leise sprach, hat die Charakteristiken der Liturgie und die Stellung dieser Kirche als Zentrum aller griechischen Christen in Deutschland erläutert. So wurden wir in eine uns wenig bekannte Welt eingeführt.

Mit vielen neuen Eindrücken, aber nicht gestresst kehrten wir nach Hennef zurück. 


gez. Friedhelm Stracke

Deutschlands Nordwesten Seminarreise der Senioren Union Hennef in die Region Bremen-Oldenburg  

„Mojn“, so grüßt man sich in Deutschlands Norden zu jeder Tageszeit, aber bitte nicht „Mojn – Mojn“, das ist geschwätzig! Das war die erste Lektion der dritten Seminarreise der Senioren Union Hennef, wieder in Zusammenarbeit mit der Karl-Arnold-Stiftung e.V. Köln. Tagungsort war die Katholische Akademie in Cloppenburg-Stapelfeld, ein modernes weitläufiges Veranstaltungszentrum in einem prächtigen Park. (Bild 1)  

Papenburg, die „Meyer Werft“, ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für das Emsland und Niedersachsen, war das erste Ziel. Am Werkstor, ragte ein imposantes, ca. 16-stöckiges Gebäude auf. Gebäude? Nein, der Neubau des Kreuzfahrtschiffes Norwegian Escape, welches erst vor wenigen Tagen aus dem Trockendock ins werfteigene Hafenbecken überführt wurde, um dann über die Ems nach Bremerhaven zu Testfahrten und zur Endausrüstung geschleppt zu werden. Die Führung durch das neugestaltete Besucherzentrum war dann auch sehr beeindruckend. (Bild 2)  

Der zweite Tag führte uns durch grüne Landschaft und blitzsaubere Orte nach Bremerhaven, zum Rundgang durch das „Deutsche Auswanderer Haus“, Europas größtes Erlebnismuseum zum Thema Auswanderung, ein zur Zeit mit anderem Blickpunkt sehr aktuelles Thema. (Bild 3)

Weiter ging die Fahrt dann nach Bremen, das politische Zentrum des Weser-Ems Gebietes. Bei der Stadtführung erlebten wir die gute Stube der Stadt, den Marktplatz mit Roland, dem prächtigen Rathaus und dem Dom St. Petri. Die Bremer Stadtmusikanten neben dem Rathaus sollen sogar Wünsche erfüllen. Das Schnooviertel und die Böttcherstraße, ein Gesamtkunstwerk in traditioneller Backsteinkultur, durften nicht fehlen, und auch nicht ein zünftiges Bier einer Bremer Gasthausbrauerei. (Bild 4)  

Am dritten Tag stand das Artland mit seinem Mittelpunkt, der Hansestadt Quakenbrück, auf dem Programm. (Bild 5) Am „Neuen Markt“ erwartete uns ein Stadtführer, bei der anschließenden Busrundfahrt erklärte er die Parklandschaft des einzigartigen Artlandes – ein eiszeitliches Becken – mit seinen prächtigen Fachwerkhöfen, die oft denkmalgeschützt sind. Ein traditioneller, liebevoll restaurierter Artlandhof beherbergt heute ein Heu-Hotel und ein stilvolles Restaurant, in dem wir zur Mittagszeit erwartet wurden. Anschliessend brachte uns der Bus zur alten Wasserburg Dinklage, 1878 wurde hier Clemens August von Galen geboren. Er wird als Kardinal von Münster wegen seines Widerstandes gegen die Euthanasie der Nationalsozialisten „Löwe von Münster“ genannt. Kloster Burg Dinklage ist heute eine Abtei der Benediktinerinnen.  

Der vierte Tag führte uns in das „Museumsdorf Cloppenburg“. Alte Hofanlagen mit Nebengebäuden, Windmühlen, Kirche und Schule wurden sorgfältig restauriert und hier wieder aufgebaut. Auch die große Hofanlage eines seinerzeit reichen Besitzers zeigt ein hartes Leben, die Häuser der Heuerleute und Handwerker waren noch viel kärglicher. Wir konnten uns aber überzeugen, dass das alte Backhaus noch voll einsatzfähig ist, der ofenwarme Butterkuchen war unwiderstehlich – das meinten leider auch die Wespen. (Bild 6)  

Zu einem weiteren Höhepunkt fuhren wir dann nach Leer in Ostfriesland, auch eine Hansestadt. Sie liegt an der Mündung der Leda in die Ems und wird seit Jahrhunderten vom Handel geprägt. Außer einer Führung durch die Altstadt mit zahlreichen gut erhaltenen historischen Häusern, stand ein Besuch der Firma Bünting, das älteste noch existierende Teehandelshaus Ostfrieslands, auf dem Programm. Im Bünting-Teemuseum konnten wir an einer Teeprobe, die mit Ostfriesen-Tee, Kluntjes und Teesahne eine Zeremonie ist, teilnehmen. (Bild 7)  

Auf der Rückfahrt am letzten Tag erwartete uns eine weitere Hansestadt zur Stadtführung, die Domstadt Osnabrück. Der katholische Dom St. Peter, die evangelische Marienkirche am Markt, das historische Rathaus, in dem parallel mit Münster der „Westfälische Friede“ nach dem 30-jährigen Krieg ausgehandelt wurde, es waren wieder viele Eindrücke. Dazu ein lebhaftes Stadtzentrum und herrlicher Sonnenschein, der zum Verweilen im Straßen-Café einlud, die Zeit bis zur Abfahrt verging schnell. Die Rückfahrt brachte noch einen Abstecher durch das Bergische Land, damit umging unser Fahrer Michael den üblichen Stau auf der Autobahn, und wir waren pünktlich zurück in Hennef. Die Organisation durch Herrn Blömer und Herrn Ickstadt war wieder Klasse und bei Michael im Bus fühlten sich alle sicher und gut aufgehoben, herzlichen Dank!  

gez. Marga Rothe

Besuch heimischer Gewerbebetriebe

Besichtigung der Stadtbetriebe Hennef durch die Senioren Union  

In den letzten Jahren hat sich in den Fachbereichen Abwasser und Baubetriebshof der Stadtbetriebe viel getan, die Kläranlage wurde modernisiert und erhielt einen Hochwasserschutz, der alte, viel zu kleine Baubetriebshof ist am neuen Standort komplett neu geplant und gebaut worden. Grund genug für die Senioren Union Hennef, sich vor Ort informieren zu lassen. Die Besichtigungen wurden von dem Klärmeister, Herrn Guido Piel, und dem Leiter des Baubetriebshofs, Herrn Rainer Narres, geführt, da blieben keine Fragen der ca. 30 Teilnehmer offen.  

Die Regen- und Schmutzwasserentsorgung der Stadt Hennef und eines großen Teils ihrer vielen Dörfer erfolgt über ein Kanalnetz von ca. 425 km Länge, die Klärung der Abwässer nach der Entfernung des Grobschmutzes geschieht biologisch durch Mikroorganismen in verschiedenen Klärbecken, das am Schluss in die Sieg eingeleitete Wasser hat fast Trinkwasserqualität. Viele Probleme entstehen durch die Verwendung von Toiletten und Kanal als Mülleimer. Speisreste, Fette, Textilien, Hygieneartikel usw. verstopfen Leitungen und Pumpwerke oder gelangen bis zum Klärwerk, die Beseitigung ist mit großen Kosten verbunden.  

Nach einer Mittagspause in Restaurant Sieglinde ging es in den Baubetriebshof. Auf einer Fläche von 12.000 m² wurden Gebäude für Verwaltung und Sozialräume sowie großzügige Werkstätten mit Lagerraum für Schreiner, Installateure, Maler und Metallbauer errichtet, ferner Hallen für Fahrzeuge, Hochwasserschutzelemente, Straßenbeleuchtung, Verkehrszeichen und vieles mehr. Unübersehbar sind zwei 19 m hohe Trockensalzsilos für jeweils 300 Tonnen Streusalz, das reicht für einen durchschnittlichen Winter. Und frieren muss im Winter in den Gebäuden keiner, die Grünabfälle, die bei der Pflege der Anlagen und Straßen anfallen, werden als Brennmaterial in einer Grünhackheizung verwendet.  

Ein anstrengender aber sehr informativer Tag, herzlichen Dank an die Herren Piel und Narres.  

gez. Marga Rothe

Abwechslungsreicher Ausflug zum Weltkulturerbe: „Oberes Mittelrhein“

Senioren Union auf Erkundungstour 

Im Rahmen des Ferien-Programms der CDU hatte sich der Vorstand der Senioren-Union wieder etwas ganz Besonderes ausgedacht. Das bewiesen die schnellen Reservierungen, denn innerhalb weniger Tage war die Fahrt ausgebucht, die Warte-Liste wurde immer länger. Daher beschloss der Vorstand kurzerhand, diese Fahrt in das SU-Programm 2016 aufzunehmen, damit noch mehr Mitglieder in den Genuss dieser Fahrt kommen können.

Bei herrlichem Sommerwetter ging die Fahrt mit voll besetztem Bus an den Mittelrhein. Die Fahrt führte uns über die Höhen des Hunsrücks über ziemlich kurvenreiche Strecken hinunter in das Rheintal nach Bacharach, wo uns zwei Führer erwarteten, die uns kurz-weilig mit Anekdötchen gewürzt die abwechslungsreiche Vergangenheit „eine der schönsten Städte der Welt“ laut Victor Hugo näher brachten und uns zu verwunschenen Winkeln der Stadt brachten, die wir selber nie entdeckt hätten. (Bild 1)

Der lauschige und sonnige „Winandhof“  im historischen Posthof zu Bacharach erwartete uns anschließend, damit wir uns bei Deftigem aus der Region und einem Schoppen Wein erholen und stärken und nette Gespräche mit den Tischnachbarn führen konnten. (Bild 2)

Ein kurzer Fußmarsch durch die Stadtbefestigung mit dem Marktturm  brachte uns hinunter an den Rhein, wo wir nach kurzer Zeit unser Schiff, die MS Germania,  entern konnten. Vorbei an der Burg Pfalzgrafenstein, auch Pfalz bei Kaub genannt, mit dem auf den Höhen liegenden Schlosshotel Burg Gutenfels, genossen wir den Sonnenschein auf dem Oberdeck und das wunderschöne Panorama, bis wir in St. Goar wieder von Bord gehen mussten, denn unser Bus erwartete uns. (Bild 3)

Wieder ging es kurvenreich und über enge Straßen und durch winklige Dörfer des Hunsrück in einer großen Schleife zurück zum oberhalb von St.Goar liegenden Schloss Rheinfels, dem Höhepunkt unseres Ausflugs.  Auf der „Welterbeterrasse“ des Romantik-Hotels hoch über dem Rhein, mit Blick auf die Loreley und der Burg Katz bei St.Goars-hausen, konnten wir die Schönheit des Mittelrheintales auf uns wirken lassen. Dazu schmeckten noch ein Glas Wein, ein Schmankerl aus der Küche oder ein leckeres Eis.

Das Gruppenfoto vor der Burgruine zeigt rundherum fröhliche und zufriedene Gesichter der Ausflügler.  ( Bild 4).

gez. Ute Rösel

Besuch heimischer Gewerbebetriebe

Senioren Union Hennef zu Gast auf Gut Quadenhof

Bereits im November vergangenen Jahres erfolgte eine Führung durch die "Private Kornbrennerei Franz Sünner" auf dem Gut Quadenhof in Hennef. Da die Veranstaltung schnell ausgebucht war und noch viele Interessenten auf der Warteliste standen, fand jetzt ein zweiter Rundgang statt.

Durch Änderungen von Zoll- und Abgabebestimmungen werden Korndestillate auf dem Quadenhof seit 7 Jahren nicht mehr hergestellt. Die Anlagen für die Brennerei sind aber alle noch vorhanden und voll funktionsfähig. Teile der Anlagen und der Gebäude stehen unter Denkmalschutz, eine Sammlung alter Gerätschaften des Brennereiwesens, der Landwirtschaft und der Hauswirtschaft des ehemaligen landwirtschaftlichen Hofgutes werden in einem kleinen Museum gezeigt und erklärt. Die sachkundige und kurzweilige Führung erklärte von der Feuerstätte - ca. 1 to Kohle wurde bei Volllast pro Stunde benötigt - über große Edelstahltanks zum Maischen, Erhitzen und Destillieren alle Schritte, die Getreide in einen Kornbrand verwandeln. Die Abfüllung des fertigen Destillates mit einem Alkoholgehalt von ca. 97 % vol. erfolgte dann unter ständiger Kontrolle durch Zollbeamte. Einige tausend Liter dieses Brandes lagern noch in Edelstahltanks und Eichenholzfässern und warten auf die Verarbeitung zu den bekannten Quadenhof-Bränden.

Bei der anschließenden Verkostung mit Frau Sünner im Hofladen wurden nicht nur die "harten" Spirituosen sondern auch verschiedene Kräuterspezialitäten und Liköre probiert, die nach geheimen Rezepturen hergestellt werden. Eine Köstlichkeit für Schleckermäulchen war der Erdbeer-Limes, ein fruchtiger Likör, der nur im Frühjahr mit frischen Erdbeeren hergestellt wird, und der so duftet und schmeckt, wie er heißt.

gez. Marga Rothe

Senioren Union Hennef besuchte Hachenburg und ließ sich den Spargel des Jahres 2015 schmecken  

Ein Mai ohne Spargelfahrt der Senioren Union , das geht nicht! Dieses Jahr führte der Ausflug zunächst in die kleine Residenzstadt Hachenburg, die "Perle des Westerwaldes". Von dem angepriesenen Reiz wurden die Besucher jedoch  zunächst sehr abgelenkt, alle Versorgungsleitungen auf dem denkmalgeschützten Marktplatz werden erneuert, der Blick ging nach unten, auf die Baustellen. Dank sehr engagierter Stadtführer wurden der Rundgang und die Betrachtung der alten historischen Häuser, des Schlosses, der Kirchen und des einsamen Löwen auf dem Marktbrunnen inmitten des Chaos aber doch zu einem Erlebnis. Gäste, die mit dem Rundgang Probleme hatten, erlebten einen virtuellen Bilderspaziergang mit Stadtführer und vielen Anekdoten und Geschichten im historischen Vogtshof. Die Stadt sorgte mit Hachenburger Kräuterlikör zusätzlich für gute Stimmung. Wiederkommen, wenn alles fertig ist, lohnt sich.  

In der Laubachsmühle wurden wir dann, wie schon letztes Jahr, mittags zum „Spargel-Buffet satt“ mit Schinken, Kartoffeln, holländischer Soße und Butter erwartet. Das reizvoll direkt an der Wied gelegene Anwesen wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erstmals als Pulvermühle erwähnt. Später war es eine Mahlmühle und bereits ab 1880 als Restauration bewirtschaftet.  

Gestärkt ging es weiter zum Obsthof Müller. Wer noch fit war, und das waren viele, folgte Frau Müller auf dem Rundgang über das 120.000 m² große Betriebsgelände. Viele Fragen zum Anbau von Tomaten, Äpfeln, Birnen und weiteren Früchten, wie z.B. Neuwieder Spargel, beantwortete die Chefin in ihrer kompetenten und fröhlichen Art. Der Höhepunkt waren wieder die duftenden Erdbeeren, nicht fragen – bücken, pflücken und probieren!  

Die Zeit bis zur Heimfahrt verging dann schnell mit Apfelsaft vom Obsthof, Kaffee aus dem Bus und Einkauf im Hofladen.  

gez. Marga Rothe

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